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Mit Grün aus der Krise

10. September 2009

Schwäbische Post 10. September 2009

Mit Grün aus der Krise

Die Esslinger Grünen-Kandidatin Andrea Lindlohr unterstützt Brian Krause

Wo sind die Jobs in der Krise? Andrea Lindlohr, grüne Bundestagskandidatin aus Esslingen und Parlamentarische Beraterin der grünen Landtagsfraktion hat dazu Antworten gegeben im Cafe Samocca in Aalen.

Aalen. Andrea Lindlohr ist eine hoffnungsvolle Nachwuchspolitikerin der Südwest-Grünen. Allerdings müsste es bei Listenplatz 15 schon ein sehr gutes Wahlergebnis geben, damit sie in den Bundestag einzieht. Sie unterstützt nun den hiesigen Kandidaten Brian Krause im Wahlkampf. Nachhaltiges Denken und Handeln nannte sie als Priorität für den „Green New Deal“.

Dramatisch seien die Arbeitslosenzahlen vor allem für die jüngeren Menschen. Lindlohr hat sich vorbereitet: Von den 5,6 Prozent Arbeitslosen im Ostalb seien 42 Prozent ohne Ausbildung. Davon seien 1550 Arbeitslose unter 25 Jahre alt. „Den Jungen mehr in der Krise helfen“, nannte sie als ein Ziel. Vor allem gebe es bisher keine Hilfen, wenn sie nach beendeter Ausbildung nicht übernommen werden. Für die Region passend ging sie explizit auf die Lage der Automobilindustrie und des Maschinenbaus ein. Schlechte Aussichten für die „Globalisierungsgewinnerin“ Automobilindustrie: „Unsere Autos stehen für groß und schwer anstatt leicht und effizient“, sagte sie.

Natürlich sei die Größe der Fahrzeuge auch der Sicherheit der Insassen zugute gekommen. „Diese wollen wir als die Grünen nicht wegnehmen“, räumte Andrea Lindlohr ein. Dennoch nannte sie als Entwicklungsziel: Klein, leicht und effizient. Die deutsche Automobilindustrie habe technologische Trends, wie den Hybridantrieb oder die Elektromobilität verpasst.

Hier gelte es anzusetzen, neue Antriebstechnologien ernst zu nehmen und sich dort zu etablieren. Die fünf Milliarden Abwrackprämie nannte Andrea Lindlohr „eine Katastrophe“. „Es ist ein schlimmer Eingriff, Steuergelder zu nehmen und in einen Zweig zu stecken“. Automobil-Zulieferer sollten versuchen vom Kerngeschäft wegzukommen.

Als Paradebeispiel nannte sie die Firma Bosch, die rechtzeitig den Geschäftszweig „Erneuerbare Energien“ für sich entdeckte. „Diese Schnittstelle ist nicht für jeden geeignet, aber sie ist eine spannende Idee. Erneuerbare Energien werden überall auf der Welt gebraucht“, sagte sie. Der Weltmarkt brauche Maschinen, die energie- und ressourceneffiziente Güter herstellen, sagte sie in Hinblick auf den Maschinenbau.

1 Kommentar zu "Mit Grün aus der Krise"
  1. […] für den Ostalbkreis angepasst. Die Atmosphäre ist gut, die Diskussion munter, der anschließende Bericht der Schwäbischen Post prima, und jedem Aalen-Besucher sei das Café Samocca wirklich wärmstens […]

    Schienenersatzverkehr gen Ostalb | Andrea Lindlohr | 15. September 2009
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