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Austausch im Kulturcafé für Flüchtlinge in Zell

17. August 2015
Besuch Lindlohr Kulturcafe klein

Andrea Lindlohr, Gabriele Kienlin und Ferdinand und Irmela Schüle (v.l.n.r. in der Mitte) mit Gästen des Kulturcafés

Mit Flüchtlingen aus verschiedenen Nationen und ehrenamtlich engagierten Esslingerinnen und Esslingern traf sich die Esslinger Landtagsabgeordnete und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen Andrea Lindlohr gemeinsam mit Stadträtin Gabriele Kienlin im Kulturcafé in Zell. Dort treffen sich jeden Mittwoch viele der Männer aus Syrien, Gambia und Eritrea, die im Laufe des Jahres in Zell untergebracht waren, im evangelischen Gemeindehaus mit Esslinger Bürgerinnnen und Bürger. Nachdem im September 2014 eine Turnhalle des Berufsschulzentrums vom Landkreis als Flüchtlingsunterkunft mit 105 Plätzen eingerichtet worden war, hatten die Ehepaare Schüle und Röcker die Initiative ergriffen und mit weiteren Ehrenamtlichen das Treffen ins Leben gerufen.

„Ich bin froh, dass Sie es einigermaßen wohlbehalten bis nach Esslingen geschafft haben und hoffe, dass Sie bald Nachricht bekommen, wie es für Sie und Ihre Angehörigen weitergeht“, wandte sich Lindlohr an die Cafégäste. Einige junge Männer aus Syrien berichteten, dass sie im Herbst eine handwerkliche Ausbildung beginnen. Alle machen sich große Sorgen um ihre Familien in ihren Heimatländern. Vom großen Einsatz der Ehrenamtlichen und der herzlichen und lockeren Atmosphäre zeigten Lindlohr und Kienlin sich sehr beeindruckt. 

„Mit 77 Jahren habe ich nun einen neuen Full-Time-Job“, sagte Ferdinand Schüle und erklärte, wo die Ehrenamtlichen überall anpacken: Bei Arztbesuchen und Behördengängen, bei Wohnungssuche und Umzügen und natürlich beim Deutsch-Unterricht, der von Berufsschullehrerinnen angeboten wird. Außerdem gibt es eine Kleiderkammer und eine Fahrradstation. „Für diejenigen, die eine Aufenthalts- erlaubnis bekommen haben und dann aus der Gemeinschaftsunterkunft ausziehen müssen, ist es großes Problem, geeigneten und bezahlbaren Wohnraum zu finden“, berichtet Schüle. Lindlohr berichtete von einem neuen Zuschussprogramm des Landes für Kommunen, die neuen Wohnraum für dauerhaft bleibende Flüchtlinge schaffen.

Die Grünen-Stadträtin Gabi Kienlin, die Mitglied im Ausschuss für Bildung, Erziehung und Soziales des Gemeinderates ist, begrüßte, dass die Stadt Esslingen und der Landkreis sich bei der Flüchtlingsunterbringung zukünftig besser abstimmen und zusammenarbeiten wollen: „Die Unterbringung in Sporthallen muss vermieden werden. Ohne die Hilfe der vielen Ehrenamtlichen hätte dies in Zell so nicht funktioniert. Deshalb müssen wir an guten Lösungen für eine dezentrale Unterbringung arbeiten.“

 

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