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Deutsche Bahn muss modernere Züge einsetzen

17. März 2014

Andrea Lindlohr und Margit Stumpp zum Einsatz alter Triebwagen auf der Brenzbahn

Pressemitteilung vom 17. März 2014

Die alten einmotorigen Triebwagen, die die Deutsche Bahn neuerdings vermehrt auf der Brenzbahn einsetzt, haben keinen stufenfreien Eingang. „Damit verstößt die Bahn gegen die Regelzugbildung, an die sie sich nach dem Verkehrsvertrag mit dem Land Baden-Württemberg aber halten müsste“, gab die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag, Andrea Lindlohr, bekannt. In einem Brief fordert die Betreuungsabgeordnete für den Kreis Heidenheim den Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn für Baden-Württemberg, Eckart Fricke, dazu auf, den vertraglichen Verpflichtungen gegenüber dem Land nachzukommen und wieder modernere Züge auf der Brenzbahn einzusetzen.

Unterstützt wird sie dabei von der Königsbronner Kreisrätin Margit Stumpp, die auch Mitglied im Landesvorstand der Grünen ist. Sie kann Berichte des VCD Heidenheim, wonach auch die Pünktlichkeit der Brenzbahn durch dem Einsatz alter Triebwagen gelitten hat, aus eigener Erfahrung bestätigen. „Die Bahn muss die Zahlen auf den Tisch legen, um dem subjektiven Eindruck zunehmender Verspätungszeiten entgegen zu treten und das Vertrauen Ihrer Kundinnen und Kunden zurückzugewinnen“, fordert Stumpp.

Die Studie zur „Regio-S-Bahn Donau-Iller“ hat der Brenzbahn erst kürzlich ein ordentliches Wachstumspotenzial bescheinigt. Ein breites Bündnis regionaler Politikerinnen und Politiker, darunter auch Lindlohr, sprach sich deshalb in der Sontheimer Erklärung für einen Ausbau der Strecke aus. „Wenn die Bahn aber Fahrgäste mit eingeschränktem Mobilitätsvermögen systematisch ausschließt und die Pünktlichkeit Ihrer Verbindungen nicht gewährleisten kann, wird es schwierig, die Menschen für einen Umstieg auf den Schienenverkehr zu motivieren“, erklärte Stumpp.

„Positiv ist, dass Verkehrsminister Hermann in Zukunft auslegbare Rampen für Rollstuhlfahrer verpflichtend vorschreiben will“, findet Lindlohr. Leider sei dies aber erst ab 2016 möglich. Bis dahin ist die Landesregierung noch an den ‘Großen Verkehrsvertrag’ mit der Deutschen Bahn gebunden, der im Jahr 2003 verhandelt wurde.

Wie sich auf Lindlohrs Anfrage hin herausstellte, ist eine Abweichung von der Regelzugbindung zwar ein Vertragsbruch, für den aber keinerlei Vertragsstrafen vorgesehen sind. Die Bahn muss dem Land nicht zur Pünktlichkeit einzelner Verbindungen berichten, sondern teilt nur Durchschnittswerte für Messpunkte mit. Laut Verkehrsminister Hermann haben die Verspätungszeiten an den Messpunkten Aalen und Ulm bisher im Vergleich zu 2013 minimal zugenommen. Eine Aussage über die Pünktlichkeit der Brenzbahn lässt sich daraus kaum ableiten.

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