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Begegnung mit jungen Flüchtlingen im Berufs- vorbereitungsjahr ohne Deutschkenntnisse

5. Januar 2013
Beim gemeinsamen Mittagessen diskutieren Andrea Lindlohr und Rektor Thomas Fischle mit den Jugendlichen der BVJO-Klasse

Beim gemeinsamen Mittagessen diskutieren Andrea Lindlohr und Rektor Thomas Fischle mit den Jugendlichen der BVJO-Klasse

Eine einmalige Einrichtung im Landkreis ist das Berufsvorbereitende Jahr für Schüler ohne Deutschkenntnisse (BVJO), das seit diesem Schuljahr an der Käthe-Kollwitz-Schule angeboten wird. Die meisten Schüler sind jugendliche Flüchtlinge, vor allem aus Afghanistan. Andere sind junge Migranten, die zu ihren Familien nachziehen. Für Jugendliche ohne Deutschkenntnisse gab es seit 1998 kein vergleichbares Angebot mehr im Kreis.

“Es ist phänomenal, wie schnell die Jugendlichen Deutsch lernen. Das zeigt, wie motiviert sie sind”, schildert die Esslinger Landtagsabgeordnete Andrea Lindlohr (GRÜNE) ihren Eindruck nach einem gemeinsamen Mittagessen mit der BVJO-Klasse, das von den Schülerinnen und Schülern in Nahrungszubereitungsunterricht gekocht wurde. “Es ist dem Einsatz der Käthe-Kollwitz-Schule für dieses Bildungsangebot zu verdanken, dass die Jugendlichen eine Chance bekommen, den Anschluss an ein Berufsvorbereitendes Jahr oder den Hauptschulabschluss zu schaffen.”

Rektor Thomas Fischle brachte ein Problem der jugendlichen Flüchtlinge zur Sprache. “In den Gemeinschaftsunterkünften sind die Schüler in Vier-Bett-Zimmern gemeinsam mit Erwachsenen untergebracht, die tagsüber nicht arbeiten dürfen und nachts oft aktiv sind. Die Jugendlichen können deshalb oft nicht schlafen.” Und Markus Unterwegner, Fachabteilungsleiter für das Berufsvorbereitende Jahr an der Käthe-Kollwitz-Schule, ergänzt: “Besser wäre es, wenn sie in Zimmern mit anderen Schülern untergebracht wären.”

Lindlohr versprach, sich um dieses Anliegen zu kümmern und wies darauf hin, dass die grün-rote Koalition eine Novelle des Flüchtlingsaufnahmegesetzes plant. Damit soll mittelfristig die Wohnfläche in den Gemeinschaftsunterkünften von heute viereinhalb auf sieben Quadratmeter pro Kopf heraufgesetzt werden. “Auch das wird die Situation der Jugendlichen verbessern.”

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