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S21: Stresstest erfordert Umplanung

28. Juli 2011 | Beitrag kommentieren »

zur Veröffentlichung in der ‚Zwiebel ‚ vom 28. Juli 2011

Die Bahn muss ihre Planungen an die Ergebnisse des Stresstestes anpassen, meint Andrea Lindlohr, damit die BürgerInnen über Stuttgart 21 abstimmen können.

Das Audit von sma stellt laut der Esslinger Landtagsabgeordneten Andrea Lindlohr neue Anforderungen an das Projekt Stuttgart 21. „Selbst wenn man nur auf eine mittelmäßige Betriebsqualität abstellt, könnten nur dann 49 Züge in der Spitzenstunde fahren, wenn Stuttgart 21 umgeplant wird.“ Die sma schreibt zwingend eine zweigleisige Anbindung an den Flughafen sowie zusätzliche Sicherheitstechnik vor.

Außerdem ist der zweigleisige und kreuzungsfreie Ausbau der Wendlinger Kurve notwendig, damit es in der Spitzenstunde einen dritten Zug von Tübingen nach Stuttgart geben kann. „Das ist für die berufstätigen Esslingerinnen und Esslinger wichtig, die verspätungsfrei über die Neckarstrecke zu Arbeit pendeln wollen“, betont Lindlohr. „Hier erwarte ich ein Konzept und eine belastbare Kostenrechnung von der Bahn.“

Der simulierte Fahrplan gehe außerdem von teils unrealistischen Annahmen aus. „Mir ist zum Beispiel schleierhaft, wie die Züge am Flughafenbahnhof alle Gleise benutzen sollen, obwohl die Bahnsteige von der Höhe her jeweils ausschließlich für S-Bahnen oder Fernverkehrszüge ausgelegt sind. Darum bin ich auf die Analyse des Stresstestes durch das Aktionsbündnis gespannt. Am Ende werden die Bürgerinnen und Bürger in der Volksabstimmung entscheiden, ob sich das Projekt aus ihrer Sicht rechnet.“