. . Startseite | Sitemap | Impressum | Anmelden

„Sie sind Mappus“

3. Juli 2012 | Beitrag kommentieren »

Eßlinger Zeitung 29.06.2012

Der verfassungswidrige EnBW-Deal ist der CDU eine Bürde – Landtagsdebatte bringt Opposition nicht aus Defensive

Von Oliver Stortz

Stuttgart – Im Mittelalter gab es Geißelmönche. Heute gibt es die FDP, meint Claus Schmiedel. Warum die Liberalen, die als einstmalige Regierungsfraktion in der Mithaftung stehen, gestern erneut eine Debatte über den gründlich misslungenen EnBW-Deal auf die Tagesordnung des Landtags setzen lassen – es bleibt nicht nur dem SPD-Fraktionschef ein unergründliches Geheimnis.

Es ist ein unbeholfener Versuch der kleinen Oppositionspartei, angesichts der immer neuen Erkenntnisse über die Vorgänge im Dezember 2010 endlich in die Offensive zu kommen.  … weiterlesen »

Das Ende des Atomzeitalters

17. März 2011 | Beitrag kommentieren »

veröffentlicht in der ‚Zwiebel‘ vom 17.3.2011. Redaktionsschluss wie immer jedoch am Montag zuvor, s. Stand zu Abschaltung Neckarwestheim I.

Liebe Esslingerinnen und Esslinger,

wie Sie schaue ich fassungslos auf die Nachrichten über die japanische Atomkatastrophe. Ich bin erschüttert über die dramatischen Meldungen und hoffe, dass der schlimmste Fall doch nicht eintreten wird.

Verstört bin ich auch, dass Bundeskanzlerin Merkel zwar Konsequenzen für die deutsche Atompolitik ankündigt. Aber dass die schwarz-gelbe Bundesregierung wie Atomfreund Stefan Mappus nicht in der Lage sind, die notwendigen Konsequenzen für unsere Sicherheit tatsächlich zu ziehen. Sonst müsste Neckarwestheim I vor unserer Haustür, das nur aufgrund der schwarzgelben
Laufzeitverlängerung am Netz ist, mit Merkels sogenanntem Moratorium sofort abgeschaltet werden.

Jeder vernunftbegabte Mensch weiß, dass keine technische Anlage absolut sicher sein kann. Die in den 60er Jahren konzipierten Reaktoren Philippsburg I und Neckarwestheim I sind mit noch soviel Nachrüstung auf kein akzeptables Sicherheitsniveau zu bringen. Wir wollen sie nach der Landtagswahl abschalten und die Nutzung der Atomkraft geordnet beenden.

Mappus für Konzerninteressen, Grüne für Atomausstieg

17. Juni 2010 | Beitrag kommentieren »

veröffentlicht in der ‚Zwiebel‘ vom 10. Juni 2010

Landtagskandidatin Andrea Lindlohr will schnell weg von der Atomkraft

Die Kandidatin der Grünen für die Landtagwahl Andrea Lindlohr kritisiert das Vorgehen von Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) im Atomstreit. „Mappus versucht aus Bundesebene durchzusetzen, dass Baden-Württemberg und die übrigen Länder im Bundesrat über die Laufzeiten der Atomkraftwerke nicht mitentscheiden dürfen. Dass ein amtierender Ministerpräsident sich so offensichtlich und einseitig für die Interessen der Atomkraftwerksbetreiber und gegen die Interessen des eigenen Landes einsetzt, ist schon skandalös“, so Lindlohr.

Sie vewies darauf, dass Mappus deswegen sogar Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) zum Rücktritt aufgefordert hatte, weil dieser den Bundesrat beim Atomgesetz einbeziehen wolle. Diese Aufforderung fand in Berlin jedoch kein Gehör. „Wir Grüne werden weiter in den Parlamenten, bei den Bürgerinnen und Bürgern und notfalls vor Gericht dafür kämpfen, dass die Atomkraftwerke wie vereinbart abgeschaltet werden.“

Die Energieerzeugung in Baden-Württenberg bezeichnet Lindlohr als rückständig: „Natürlich ist es ein Problem, dass gut die Hälfte des in Baden-Württemberg produzierten Stroms noch aus Atomkraftwerken stammt – bundesweit sind es nur 23%. Wir müssen schneller hin zu den Erneuerbaren Energien umbauen und zum Beispiel mehr Windkraftanlagen bei uns zulassen.“