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Der weite Weg zum Filderbahnhof

20. Januar 2011 | Beitrag kommentieren »

Esslinger Zeitung 4.12.2010 – Pinnwand

„Stuttgart 21 mit seinem Flughafenbahnhof würde Ostfildern keinerlei Vorteile bringen“, lautete das Fazit des Nellinger Regionalrats André Reichel. „Im Gegenteil.“ Auf der Diskussionsveranstaltung „Stuttgart 21 und Ostfildern“ des Ortsverbands von Bündnis 90/Die Grünen im Stadthaus analysierte Reichel die Verkehrsverbindungen zum geplanten zweistündlichen ICE-Halt im Filderbahnhof in der Nähe des Flughafens.„Mit öffentlichen Verkehrsmittel bliebe für alle Stadtteile außer Scharnhausen der Stuttgarter Hauptbahnhof schneller und angenehmer zu erreichen als der Filderbahnhof“, sagte Reichel. Während die Ruiter heute beispielsweise in 21 Minuten mit der Stadtbahn und werktags in einem 10-Minuten-Takt den Hauptbahnhof erreichten, müssten sie sich zum Filderbahnhof mit einer Fahrt von 30 Minuten in verschiedenen Bussen und einem 30-Minuten-Takt begnügen. „Häufigere Busverbindung wären für die Stadt Ostfildern jedoch teuer“, erläuterte Reichel. (mehr bei weiterlesen..)

Andrea Lindlohr, die Landtagskandidatin der Grünen im Wahlkreis Esslingen, verwies auf die Risiken für den Regionalverkehr: „Wenn die vielen Überkreuzungen und eingleisigen Streckenabschnitte von Stuttgart 21 auf den westlichen Fildern gebaut werden, wird schon bei kleinen Verspätungen der Fahrplan zusammenbrechen.“ Darum bezeichneten die von der Landesregierung beauftragten Verkehrsberater, die Schweizer Firma SMA, dies öffentlich als „knapp bemessene Infrastruktur“.

Als Alternative benannten Reichel und Lindlohr, den Kopfbahnhopf zu modernisieren und mit neuer Signal- und Weichentechnik sowie einem zusätzlichen zweigleisigen Tunnel zwischen Hauptbahnhof und Cannstatt noch leistungsfähiger zu machen. „Außerdem kommt es nicht nur aufs Bauen an, sondern wie oft welche Züge fahren. Den ausgedünnten Regional-Fahrplan am Wochenende könnte das Land zu jeder Zeit verbessern“, sagte Lindlohr.  … weiterlesen »