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Absage an Berlin

26. Juni 2011 | Beitrag kommentieren »

Eßlinger Zeitung 25. Mai 2011

(cid) – Andrea Lindlohr, Landtagsabgeordnete für die Grünen im Wahlkreis Esslingen, wird ihr Mandat in Stuttgart wahrnehmen. Sie verzichtet damit auf einen Sitz im Deutschen Bundestag, der ihr als Nachrückerin eigentlich zustehen würde.

Die Grünen haben bei der vergangenen Landtagswahl auch im Kreis Esslingen sehr gut abgeschnitten, und der Erfolg setzt nun das Personalkarussell in Gang. Weil mit Winfried Hermann und Alexander Bonde zwei Bundestagsabgeordnete als Minister in die neue grün-rote Landesregierung wechseln und zwei von drei vor ihr auf der Landesliste platzierte Nachrücker nicht nach Berlin gehen wollen, wäre nun Andrea Lindlohr an der Reihe gewesen. Doch auch die winkt ab: „Für mich wiegt der Auftrag der Wählerinnen und Wähler aus der Landtagswahl stärker. Ich werde daher mein Landtagsmandat beibehalten.“ Immerhin ist die 36-Jährige im März mit 26,5 Prozent der Stimmen gewählt worden und hat erstmals im Wahlkreis Esslingen einen Sitz für die Grünen im Landtag geholt. Welches Gewicht der neuen Abgeordneten bereits jetzt in Stuttgart zukommt, zeigt ihre Wahl zur stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden, zudem ist sie wirtschaftspolitische Sprecherin der Grünen im Landtag.  … weiterlesen »

Die Grünen sehen „historische Chance“ auf ein Mandat

5. Februar 2011 | Beitrag kommentieren »

Esslinger Zeitung 3.2.2011

ESSLINGEN: Andrea Lindlohr kandidiert im Wahlkreis Esslingen – Industrie, Bildung, Verkehr und Bürgerbeteiligung als Themen

Mit Wahlkämpfen in der Oppositionsrolle hat Andrea Lindlohr in den vergangenen Jahren ausreichend Erfahrung gesammelt. Nach zwei vergeblichen Anläufen, jeweils einmal für Land- und Bundestag, will die Landtagskandidatin der Grünen für den Wahlkreis Esslingen nun im dritten Anlauf erstmals den Sprung in ein Parlament schaffen. Die 35-Jährige setzt dabei verstärkt auf Podiumsdiskussionen.

Von Michael Panzram

Elf Diskussionsrunden stehen auf dem Wahlkampfplan von Andrea Lindlohr. „So viele hat sonst keiner der Kandidaten auf seinem Zettel“, sagt sie und blickt dabei zuversichtlich zu Frank Hartmann, der neben ihr im Mehrgenerationen- und Bürgerhaus in der Pliensauvorstadt sitzt und wie sie Mitglied im Kreisvorstand der Grünen ist. „Wechselstimmung“ herrsche, auch im Wahlkreis Esslingen, sagt Lindlohr.Und auch Hartmann macht deutlich, dass die Grünen sich noch nie so nah dran gefühlt haben an der Chance zur Regierungsbeteiligung wie dieses Mal. Er sieht in der anstehenden Wahl eine „historische Chance“, nicht nur auf einen Regierungswechsel, sondern auch auf ein Landtagsmandat im Wahlkreis Esslingen. Das liege allerdings auch am veränderten Wahlrecht. Demnach wird am 27. März nicht mehr die absolute Stimmenzahl der einzelnen Kandidaten gezählt, sondern auf die prozentualen Stimmanteile geschaut. Somit sollen Kandidaten in kleineren Wahlkreisen nicht benachteiligt werden. Auch Lindlohr könnte davon profitieren.

Viel wichtiger als ein eventueller Vorteil durch das veränderte Wahlrecht ist der 35-Jährigen jedoch, mit ihrem Programm zu punkten. Und dafür hat sie nicht nur die elf Podiumsdiskussionen auf ihrem Zettel, sondern auch zahlreiche andere Veranstaltungen. So wird sie im Laufe der kommenden Wochen mit zahlreichen bekannten Grünen-Politikern aus Land und Bund auftreten. Auf dem Programm stehen aber auch ein Erstwählerkino, ein Abend mit dem Entertainer Roland Baisch, ein Boulevormittag und eine politische Weinprobe.

Lindlohrs Themen im Wahlkampf: Esslingen soll ein grüner Industriestandort werden, der Fokus auf energie- und ressourceneffiziente Produkte und auf erneuerbare Energien gelegt werden. Auch Windkraft ist ein Thema, das Lindlohr als von der schwarz-gelben Landesregierung „blockiert“ empfindet. Sie will mit ihrer Partei außerdem zurück zu einem neunjährigen Gymnasium und möglichst „die Schule im Dorf lassen“, das heißt, längeres gemeinsames Lernen vor Ort ermöglichen und nicht noch mehr Schulen schließen. Auch den öffentlichen Verkehr will sie stärken und einen „stabilen Fahrplan“ sichern. Und nicht nur mit Blick auf Stuttgart 21 fordert Lindlohr mehr Bürgerbeteiligung.  … weiterlesen »