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Zurück mit ‚Demenz‘ und Currywurst

12. März 2009 | 2 Kommentare »

Nach einer kleinen Pause: Dieser Tage zurückgekehrt aus Berlin im ICE-Sprinter: Nur 5h, bis Frankfurt non-stop, angenehme Atmosphäre, Zeitungen auch in der 2. Klasse – sehr empfehlenswert. Dabei lese ich in einem Rutsch ‚Demenz – Abschied von meinem Vater‘ von Tilman Jens. Vielleicht ist es unpassend, mit diesem Buch in der Hand im ICE-Bistro eine Currywurst zu essen? Egal.

Ich bin berührt von einem Text, der in meiner Wahrnehmung viel liebevoller ist, als das Gros der Rezensionen meint. Der kleine Geschichten erzählt von der alten Riege westdeutscher Intellektueller, von Heimeligkeit und von böser Vergangenheit in der deutschen Provinz, Geschichten aus auch meinem Tübingen. Und der spricht von dem körperlichen und geistigen Verfall, den so viele Menschen bei ihren Angehörigen oder bei sich selber erleben. Teilen tröstet. Das ist meine Überzeugung. Von der politischen Dimension, der absoluten Unterversorgung vieler Demenz-Kranker, will ich jetzt gar nicht anfangen. Hier ein versöhnlicherer Bericht über die Causa Jens.