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Das Ende des Atomzeitalters

17. März 2011 | Beitrag kommentieren »

veröffentlicht in der ‘Zwiebel’ vom 17.3.2011. Redaktionsschluss wie immer jedoch am Montag zuvor, s. Stand zu Abschaltung Neckarwestheim I.

Liebe Esslingerinnen und Esslinger,

wie Sie schaue ich fassungslos auf die Nachrichten über die japanische Atomkatastrophe. Ich bin erschüttert über die dramatischen Meldungen und hoffe, dass der schlimmste Fall doch nicht eintreten wird.

Verstört bin ich auch, dass Bundeskanzlerin Merkel zwar Konsequenzen für die deutsche Atompolitik ankündigt. Aber dass die schwarz-gelbe Bundesregierung wie Atomfreund Stefan Mappus nicht in der Lage sind, die notwendigen Konsequenzen für unsere Sicherheit tatsächlich zu ziehen. Sonst müsste Neckarwestheim I vor unserer Haustür, das nur aufgrund der schwarzgelben
Laufzeitverlängerung am Netz ist, mit Merkels sogenanntem Moratorium sofort abgeschaltet werden.

Jeder vernunftbegabte Mensch weiß, dass keine technische Anlage absolut sicher sein kann. Die in den 60er Jahren konzipierten Reaktoren Philippsburg I und Neckarwestheim I sind mit noch soviel Nachrüstung auf kein akzeptables Sicherheitsniveau zu bringen. Wir wollen sie nach der Landtagswahl abschalten und die Nutzung der Atomkraft geordnet beenden.

Längere Atomlaufzeiten schaden den Erneuerbaren Energien

25. November 2010 | Beitrag kommentieren »

veröffentlicht in der ,Zwiebel’ vom 25.11.2010

“Wie können wir unsere Energieversorgung so umstellen, dass wir das Klima besser schützen und den nachkommenden Generationen keine Lasten aufbürden?” Unter diese Leitfrage stellte Moderator Dr. André Reichel, Regionalrat und Wirtschaftswissenschaftler, die Podiumsdiskussion von Bündnis 90/Die Grünen ,Grüner Strom oder Atomstrom’ am 9. November in Ostfildern. Kontrovers wurde die von CDU und FDP geplante Laufzeitverlängerung beurteilt.

Dr. Thomas Banning, Vorstandsvorsitzender der Naturstrom AG, verwies auf den Schaden für die Erneuerbaren Energien. “Wir werden gezwungen, unsere neuen Windkraftanlagen so auszustatten, dass der Netzbetreiber sie abschalten kann. Wenn die Laufzeitverlängerung kommt, werden die trägen Atomkraftwerke noch länger das Stomnetz verstopfen.” Manfred Haberzettel von der EnBW AG zeigte sich zufrieden. Eine Laufzeitverlängerung ohne die Einführung einer Brennelementesteuer für Atomkraft wäre dem Unternehmen jedoch lieber gewesen. Zudem sei “ja noch nicht aller Tage Abend.”

Dies betonte auch die Landtagskandidatin der Grünen Andrea Lindlohr: “Der Beschluss über die Laufzeitverlängerung ohne den Bundesrat war verfassungswidrig.” Darum sei die Klage einiger Länder aussichtsreich, so Lindlohr. In Baden-Württemberg müssten zudem die Beschränkungen für die Windkraft aufgehoben werden.

Grüner Strom oder Atom?

9. November 2010 | Beitrag kommentieren »

Dienstag, 9. November, um 19.30h im Stadthaus im Scharnhauser Park, Ostfildern

Noch ist nicht ausgemacht, ob der Castor bis zum Beginn der von den Grünen Ostfildern veranstalteten Diskussion das zentrale Atomüll-Zwischenlager Gorleben erreicht haben wird. Eine lebendige Debatte um die von CDU und FDP geplante Laufzeitverlängerung für die deutschen Atomkraftwerke und die Zukunft der Energieversorgung sollte jedoch angesichts des kontrovers besetzten Podiums sicher sein:

Dr. Thomas Banning weiß als Vorstands- vorsitzender der Düsseldorfer Naturstrom AG, welche Rahmenbedingungen die Erneuerbaren Energien brauchen. Manfred Haberzettel von der EnBW steht ein für die Bedürfnisse eines Großunternehmens, dass für die Laufzeitverlängerung kämpft. Ich vertrete die Position der Grünen für den bisherigen Atomausstieg und den Übergang zu den Erneuerbaren Energien. Kompetent moderiert werden wir von Dr. André Reichel, Grüner Regionalrat aus Ostfildern und Wirtschaftswissenschaftler mit dem Schwerpunkt Nachhaltigkeit an der Universität Stuttgart.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und Ihre Beiträge!

Mappus für Konzerninteressen, Grüne für Atomausstieg

17. Juni 2010 | Beitrag kommentieren »

veröffentlicht in der ‘Zwiebel’ vom 10. Juni 2010

Landtagskandidatin Andrea Lindlohr will schnell weg von der Atomkraft

Die Kandidatin der Grünen für die Landtagwahl Andrea Lindlohr kritisiert das Vorgehen von Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) im Atomstreit. “Mappus versucht aus Bundesebene durchzusetzen, dass Baden-Württemberg und die übrigen Länder im Bundesrat über die Laufzeiten der Atomkraftwerke nicht mitentscheiden dürfen. Dass ein amtierender Ministerpräsident sich so offensichtlich und einseitig für die Interessen der Atomkraftwerksbetreiber und gegen die Interessen des eigenen Landes einsetzt, ist schon skandalös”, so Lindlohr.

Sie vewies darauf, dass Mappus deswegen sogar Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) zum Rücktritt aufgefordert hatte, weil dieser den Bundesrat beim Atomgesetz einbeziehen wolle. Diese Aufforderung fand in Berlin jedoch kein Gehör. “Wir Grüne werden weiter in den Parlamenten, bei den Bürgerinnen und Bürgern und notfalls vor Gericht dafür kämpfen, dass die Atomkraftwerke wie vereinbart abgeschaltet werden.”

Die Energieerzeugung in Baden-Württenberg bezeichnet Lindlohr als rückständig: “Natürlich ist es ein Problem, dass gut die Hälfte des in Baden-Württemberg produzierten Stroms noch aus Atomkraftwerken stammt – bundesweit sind es nur 23%. Wir müssen schneller hin zu den Erneuerbaren Energien umbauen und zum Beispiel mehr Windkraftanlagen bei uns zulassen.”

23.03.11 – Sichere Energie. Ohne Atomkraft. – Esslingen – Gewerkschaftshaus

23. März 2011 | Beitrag kommentieren »
Was
Sichere Energie. Ohne Atomkraft.
Wann
23. März 2011
19:30 - Öffentlicher Termin
Wo
Gewerkschaftshaus (Karte)
Julius-Motteler-Straße 12
Esslingen
Weitere Infos
Mit Rainer Baake, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, ehemaliger Staatssekretär im Bundesumweltministerium und Unterhändler des Atomkonsenses, und mir. Wir sprechen mit Ihnen über die aktuelle Lage zur Atomkraft bei uns und weltweit und die Zukunft unserer Energieversorgung.

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