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„Wir sind kein Koalitionsanhängsel“

21. Oktober 2009 | Beitrag kommentieren »

Süddeutsche Zeitung 14. Oktober 2009, Seite 6

Die Jamaika-Verhandlungen im Saarland haben bei den Grünen Debatten über die Ausrichtung im Bund ausgelöst

Von Daniel Brössler

Berlin – Nach der Entscheidung der Grünen für Koalitionsverhandlungen mit CDU und FDP im Saarland steht die Partei vor einem Streit über die künftige Richtung auf Bundesebene. Eine Gruppe junger Grüner plant für den Ende Oktober stattfindenden Parteitag einen Vorstoß, der die Partei für verschiedene Koalitionen auch auf Bundesebene öffnen soll. „Um uns neue Optionen zu eröffnen, muss auch das klassische Rechts-Links-Denken innerhalb unserer Partei überwunden werden“, heißt es in dem Antrag. Dieser wurde von jungen grünen Politikern initiiert, die sich dem Flügel der Realos zugehörig fühlen. Zu den Autoren zählt der bayerische Landesvorsitzende Dieter Janecek und die baden-württembergische Grüne Andrea Lindlohr.

Als falsch bezeichnen es die Autoren, dass die Grünen vor der Bundestagswahl eine Jamaika-Koalition mit CDU/CSU und FDP kategorisch ausgeschlossen haben. „Wir haben diesen Wahlkampf erneut als Lagerwahlkampf gegen Schwarz-Gelb geführt. Dabei haben wir uns strategisch selbst geschwächt“, heißt es in dem Papier. Es habe der Mut gefehlt „zu einer selbstbewussten grünen Eigenständigkeit im Fünfparteiensystem“.  … weiterlesen »

Grüne halten sich Bündnispartner offen

13. Mai 2009 | 1 Kommentar »

Süddeutsche Zeitung 11. Mai 2009 Seite 5

Grüne halten sich Bündnispartner offen

Parteitag lehnt Festlegung auf Ampelkoalition ab – Linke setzen Forderungen im Wahlprogramm durch

Von Daniel Brössler

Ein Pappkamerad macht die Runde im Berliner Velodrom, wo die Grünen ihren Parteitag abhalten. Er heißt Guido Westerwelle. Mitgebracht hat den FDP-Chef aus Karton ein Fernsehteam des NDR, das für die Satiresendung „Extra Drei“ sogar einen Infostand aufgebaut hat. „FDP ist voll ok!“ steht auf einem Plakat zu lesen, das einen grün-gelben Handschlag zeigt.  (…) siehe weiterlesen

Auch in der Debatte über den Wahlaufruf ist Eintracht oberstes Gebot. „Es ist ein hervorragender Antrag geworden. Wir sind zufrieden“, sagt der Bundestagsabgeordnete Thilo Hoppe, der für eine rot-rot-grüne Option gekämpft hatte. Ausgeschlossen wird von den Grünen nur eine Koalition mit Union und FDP. „Wirklichen Mut haben wir nur, wenn wir uns die Ausschließeritis für alle Optionen abgewöhnen“, sagt dazu die Baden-Württembergerin Andrea Lindlohr und stellt fest: „So weit sind wir noch nicht.“

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Ein klares Feindbild dient der grünen Katharsis

| 1 Kommentar »

Stuttgarter Zeitung 11. Mai 2009  Seite 3
Die Grünen arbeiten sich an der FDP ab

Ein klares Feindbild dient der grünen Katharsis
Von Bernhard Walker

Die von den Spitzenkandidaten Renate Künast und Jürgen Trittin angebahnte Annäherung an die FDP ist Vergangenheit. Beim Berliner Parteitag haben sich die Grünen auf die FDP eingeschossen. Als neue Verbündete hat Gesine Schwan die Delegierten zum Jubeln gebracht. (…) siehe weiterlesen

In der Wahlaussage wird eine Koalition aus Union, FDP und Grünen ausgeschlossen. „Jamaika bleibt in der Karibik. Und das ist sehr gut so“, meint Roth. Alle anderen Optionen werden offengelassen: die Ampel, Schwarz-Grün oder Rot-Rot-Grün. So finden sich in gutem grünen Familienfrieden alle in dem Beschluss wieder: Realos, linker Flügel und die Basis. Es gehe, sagt die Esslinger Bundestagskandidatin Andrea Lindlohr, nicht um die anderen Parteien. Aber wenn sie die FDP betrachte, sehe sie verhärmte, 60-jährige männliche Zahnärzte. Wenn sie die Linkspartei betrachte, sehe sie verhärmte, 60-jährige männliche Gewerkschaftsfunktionäre. Beide, FDP wie Linkspartei, seien strukturkonservativ. Und dagegen helfe nur „Grün pur“.

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