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Bildung ist ein heißes Eisen

26. Februar 2011 | Beitrag kommentieren »

Esslinger Zeitung 19.2.2011

Unter dem Motto „Zukunft Schule – Bildungspolitische Perspektiven in Baden-Württemberg“ hatte der Gesamtelternbeirat der Esslinger Schulen zur Podiumsdiskussion mit den Landtagskandidaten eingeladen. Mit der Veran- staltung wollte der Gesamtelternbeirat einen Überblick über die bildungs- und schulpolitischen Positionen der Parteien für die Landtagswahl ermöglichen.

Von Angelina Schmid

Auf dem Podium in der Aula der Katharinenschule saßen am Donnerstagabend Rena Farquhar (FDP), Andrea Lindlohr (Bündnis 90/Die Grünen), Andreas Deuschle (CDU) und Wolfgang Drexler (SPD). Die Moderation übernahm Martina Klein vom SWR Hörfunk. „Wohin soll sich das Schulwesen angesichts zurückgehender Schülerzahlen entwickeln?“, wollte Peter Dannenhauer, Vorsitzender des Gesamtelternbeirats, von den Gästen wissen. „Der demografische Wandel wird langfristig für kleinere Klassen sorgen“, meinte Andreas Deuschle. „Wir wollen dies mit einer Qualitätsoffensive unterstützen und versuchen, die Grundschule als solche zu stärken.“ Am dreigliedrigen Schulsystem will Deuschle festhalten, da seiner Ansicht nach jeder im Land auf vielen Wegen sein eigenes Bildungsziel erreichen kann. Ähnlich sah dies Rena Farquhar: „Bildung beginnt im Kinder- garten und geht in die Schulen. Die sind individuell auf das Kind zugeschnitten, deswegen wollen wir keine Gesamtschulen“, erklärte sie. Potenzial sehe sie auch in den Ganztagsschulen.

Andrea Lindlohr und Wolfgang Drexler hingegen plädierten für ein längeres gemeinsames Lernen. „Jedes Kind ist anders“, fand Lindlohr. „Die Erwachsenen haben die Verantwortung, jedem das Richtige zu bieten. Wir müssen für jedes Kind einen Weg zum mittleren Bildungsabschluss finden.“ „Warum muss man die Kinder nach vier Jahren trennen?“ fragte Drexler. Es könnten doch alle vonein- ander lernen: „Auch die Starken kann man fördern“. Stattdessen herrsche in den Grundschulen ein „Riesendruck“. Heiß diskutiert wurde auf dem Podium auch über die Werkrealschule. Lindlohr sprach von einem „Chaos“, Drexler sieht damit keine Chancengleichheit gegeben.  … weiterlesen »

Frauen-Bus

17. Februar 2011 | Beitrag kommentieren »

Heute abend auf dem Weg zum Landtagswahl-Podium des Esslinger Gesamtelternbeirats in die Ex-Burgschule, seit gestern Katharinenschule. Gute, konzentrierte Bildungsdiskussion. Die schwarz-gelbe ‚Neue Werkrealschule‘, die beständig neue Varianten erfährt, konnte nicht wirklich punkten.

Jedenfalls: Eigentlich wäre es eine ideale Fahrradentfernung. Aber durch die Altstadt kann ich nicht und über den City-Ring will ich nicht radeln. Drum fahre ich geschwind drei Haltestellen mit dem 103er Richtung Zell. Viertel nach sieben. 30 Fahrgäste. Davon 27 Frauen und drei Männer. Letztere alle unter 25. Ich frage mich: Ist Busfahren weiblich – und stelle fest: ja! Hier dazu die Daten des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (was es alles gibt ;-)).