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In der Eurofrage herrscht die große Gemeinsamkeit

15. Juli 2010 | Beitrag kommentieren »

Esslinger Zeitung 15. Juli 2010

ESSLINGEN: Chef der Volksbank wirbt auf einer Veranstaltung der Grünen für eine neue Verantwortung in der Finanzpolitik

(do) – Die Grünen sind für Volker König, den Chef der Esslinger Volksbank, längst eine ganz normale Partei. Wenn sie ihn einlädt, kennt er keine Berührungsängste. So hat er jetzt zusammen mit dem Bundestagsabgeordneten Alex Bonde in der „Reichsstadt“ mehr als 40 Besuchern die aktuelle Finanzkrise erklärt. Dabei zeigte sich, dass es in der Analyse auch inhaltlich weitgehende Übereinstimmung gibt.

„Patient Euro“ – so hatte der Ortsverein die Einladung zu der Veranstaltung überschrieben, die von der Kandidatin der Grünen für die Landtagswahl 2011, Andrea Lindlohr, moderiert wurde. König und Bonde waren sich einig, dass das europäische Finanzsystem zuletzt in bedenkliche Schieflage geraten ist. Für Katastrophen- stimmung sehen sie aber keinen Anlass. Der Vorstandsvorsitzende der Volksbank freute sich über den gegenwärtigen Aufschwung. Mehrfach wiederholte er zudem, „dass ich keine Anzeichen erkennen kann, wonach eine Inflation oder Deflation droht“. Nach seiner Ansicht werden entsprechende Ängste von interessierter Seite nur geschürt, weil mit verunsicherten Verbrauchern gute Geschäfte zu machen seien. Auch Bonde, der sich als haushaltspolitischer Sprecher der Grünen einen Namen gemacht hat, hält nichts von Horrorszenarien. Er fügte aber hinzu, „wir sind nicht über den Berg“.

Viele Gemeinsamkeiten

Zu den Gemeinsamkeiten gehörte die Position, dass es zu der jüngsten Rettungsaktion der Bundesregierung und der Europäischen Union keine Alternative gegeben hat. „Wenn wir Griechenland seinem Schicksal überlassen hätten, wären wir von dem Problem rasch eingeholt worden“, so König. Dessen Rezept für den Weg aus der Krise befürwortet auch Bonde. Das Vertrauen der Finanzmärkte in den Euro müsse zurückgewonnen werden, fordern sie. Außerdem setzen sie darauf, dass alle Akteure in der Finanzwelt wieder eine umfassende Verantwortung für die Folgen ihres Handelns übernehmen.  … weiterlesen »

13.07.10 – Patient Euro – Was wird aus unserem Geld? – Esslingen – Gaststätte Reichsstadt

13. Juli 2010 | Beitrag kommentieren »

Patient Euro – Was wird aus unserem Geld?

2. Juli 2010 | Beitrag kommentieren »

eurokrise_plakatDienstag, 13. Juli, 19.30h, in der ‚Reichsstadt

Landtagskandidatin Andrea Lindlohr diskutiert mit dem haushaltspolitischen Sprecher der Grünen im Bundestag Alex Bonde, mit Volker König, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Esslingen eG, und allen Interessierten über die Zukunft unserer Währung.

Ist das Euro-Rettungspaket der richtige Weg? Wie belastet es die öffentlichen Haushalte?  Welche Auswirkung hat die Euro-Krise auf die regionale Wirtschaft, auf Sparer und die regionalen Banken?

Zur Debatte dieser und anderer spannenden Fragen sind Sie alle herzlich eingeladen!

Porsche hat sich verzockt: Nachhaltige Unternehmensführung geht anders

27. Juli 2009 | Beitrag kommentieren »

Ist „Ein Lob auf den Größenwahn„, das die FAS zur halben Entschuldigung Wendelin Wiedekings gestern vorbrachte, angebracht am Ende der Klimax-Woche des seit Monaten und länger aufgeführten Porsche-VW-Dramas? Ich meine nein. Psychologische Einzelbetrachtungen über diesen und jenen Manager, der als ganzer Kerl oder wie auch immer einsame Entscheidungen getroffen habe, gehen ohnehin an der Realität der Unternehmen vorbei.

Porsche ist mit seinem Plan, die 15-mal größere Volkswagen AG zu übernehmen, strukturell gescheitert. Die Idee, dass der Kleine den Großen durch den teils verborgenen Erwerb von VW-Aktien und Aktienoptionen, finanziert mit Fremdkapital, schluckt, war falsch. Die Financial Times Deutschland nannte Porsche sogar einen Hedgefonds. Der Plan konnte – wie im Fall Schaeffler/Conti – nur in einer hoffentlich vergangenen Zeit entstehen: der der weltweiten Finanzmarktblase mit zu billigem Geld und zu wenig Transparenz auf den Finanzmärkten.

In der Öffentlichkeit ist der Schaden durch den auch von Politikern wie dem niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff (CDU) betriebenen Streit groß: So meldet die Wirtschaftswoche, dass Porsches Markenimage von April bis Juli von 69 auf 49 sogenannte BrandIndex-Punkte gefallen sei. Ob der Schaden sich auch in Arbeitsplatzverlusten bei uns in der Region zeigen wird, wissen wir noch nicht.

Ganz abgesehen davon, dass Porsche Autos verkauft, die dem Anspruch einer klimaschonenden Mobilität wahrlich nicht gerecht werden: Zocken trägt einfach nicht. Nachhaltige Unternehmensführung, wie wir sie brauchen, geht anders.