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Fördermittel rar gesät

26. Februar 2011 | Beitrag kommentieren »

Esslinger Zeitung 25.2.2011

ESSLINGEN: Chancen und Risiken für Gewerbegebiete

Elli Roderburg-Schnierle, erste Vorsitzende der Standortinitiative Neue Neckarwiesen, brachte das Anliegen ihrer Gemeinschaft auf den Punkt: „Das Gewerbegebiet Neckarwiesen soll zu einer attraktiven Adresse werden.“ Was die Landespolitik dazu beitragen kann, war am Mittwochabend Thema einer Podiumsdiskussion mit Esslinger Kandidaten zur Landtagswahl. Klar war danach: Die Bäume wachsen nicht in den Himmel, wenn es um die Förderung von Gewerbegebieten geht.

Von Christian Dörmann

Viele Industriegebiete sind in die Jahre gekommen und somit modernisierungs- bedürftig. Und weil die Wirtschaft sowie ein starker Mittelstand zu den Aushängeschildern des Landes gehören, ist es für den SPD-Landtagsabgeordneten und ersten stellvertretenden Landtagspräsidenten Wolfgang Drexler keine Frage, dass das Land Verantwortung übernehmen und Geld zuschießen muss. Zurück- haltender äußerte sich CDU-Kandidat Andreas Deuschle während der Diskussion im gut besuchten Autohaus Wilhelm Jesinger, zu der die Standortinitiative SINN eingeladen hatte. Mit Blick auf die hohe Verschuldung des Landes hält er nichts von Förderzusagen und auch Rena Farquhar (FDP) sieht derzeit keine Mittel dafür im Haushalt, verwies aber auf das Städtebauförderprogramm und auf die Möglichkeit, Geld aus diesem Topf entsprechend umzuleiten.

„Es wird verdammt viel gefördert“, merkte Andrea Lindlohr (Grüne) an, doch wenn, dann müsse dies zielgerichtet geschehen, „etwa wenn es um die Sanierung von Gewerbegebietsbrachen geht“. Gelder aus dem Städtebau- förderprogramm abzweigen, sehen auch Lindlohr und Drexler als einen möglichen Weg, der Sanierung von Gewerbeflächen unter die Arme zu greifen. Den Bestand pflegen, bevor man neue Gebiete ausweist, ist für Drexler überdies ein Instrument, um dem Flächenfraß zu begegnen. (mehr bei weiterlesen..)

Im Falle Eberspächer gehe es nicht um eine Verlagerung, sondern um ein weiteres Standbein für das Unternehmen, und dies dient nach Einschätzung von Rena Farquhar durchaus der Standortsicherung. „Jede Subvention gefährdet den Wettbewerb“, betonte Andrea Lindlohr, während sich für Wolfgang Drexler an den Plänen von Eberspächer eine falsche Wirtschaftspolitik festmacht: „Wir sind die Region der Mobilität. Man kann so eine Firma nicht weggehen lassen, damit verspielen wir unsere Kernkompetenz.“

Anschluss nicht verpassen

Wo muss das Land noch zulegen, um bei der rasanten technologischen Entwicklung nicht den Anschluss zu verpassen? Die Entwicklung von Hoch- leistungsbatterien und alternativen Antriebstechniken steht für Lindlohr weit oben auf der Liste und Deuschle nannte neben der E-Mobilität die Pflege einer nachhaltigen Energiewirtschaft. Doch da befinde sich das Land auf einem guten Weg. Defizite erkennt Drexler grundsätzlich, wenn es um gute Rahmenbeding- ungen für die Wirtschaft in Baden-Württemberg geht, was ihm von Farquhar einen deutlichen Widerspruch einbrachte: „Die Rahmenbedingungen im Land sind hervorragend“, das werde durch verschiedene Analysen klar bestätigt. Für die FDP-Kandidatin gehören der Zustand von Straßen und anderen Infrastruktur- einrichtungen zu den vordringlichen Themen, ebenso die Bekämpfung des Facharbeitermangels und ein vereinfachtes Steuerrecht. „Vor allem kleinere Betriebe brauchen einen besseren Zugang zum Kapitalmarkt, forderte Lindlohr mit Blick auf bessere wirtschaftliche Rahmenbedingungen. „Wer nicht so viel Geld braucht, kommt am schwierigsten dran.“  … weiterlesen »

Grüner Aufbruch: Neue Horizonte und gemeinsame Werte

19. November 2010 | Beitrag kommentieren »

Grüner Aufbruch: Neue Horizonte und gemeinsame Werte unter den Bedingungen von Realpolitik
Denkanstöße für eine grüne Politik von morgen von Dieter Janecek, Andrea Lindlohr, Matthias Gauger, Till Steffen und Danyal Bayaz

..siehe auch Blog Reformerplus

Mehr als 30 Jahre grüne Politik in Deutschland sind eine einzigartige Erfolgsgeschichte. Die Verankerung der Ökologie als ein zentrales Leitbild der Politik, die voranschreitende Gleichstellung der Geschlechter, mehr gesellschaftliche Liberalität und Weltoffenheit oder auch der Ausbau der BürgerInnenbeteiligung in Demokratie und Gesellschaft – das sind nur einige der zentralen Anliegen, die Grüne zur Durchsetzung gebracht haben.
„Wir haben die Erde nur von unseren Kindern geborgt“ – das gilt auch heute als Leitsatz, nach dem wir unsere Politik ausrichten. Doch die Herausforderungen haben sich genauso verändert wie die Rolle der Grünen insgesamt. Die sich abzeichnende Klimakatastrophe, eine absehbare drastische Verknappung der globalen Ressourcen, Bevölkerungsrückgang in den Industriestaaten bei gleichzeitiger Bevölkerungs- explosion in den Entwicklungs- und Schwellenländern – das sind nicht die Perspektiven einer fernen Zukunft, sondern die Herausforderungen unserer Generation.  … weiterlesen »

Mit Grün aus der Krise

10. September 2009 | 1 Kommentar »

Schwäbische Post 10. September 2009

Mit Grün aus der Krise

Die Esslinger Grünen-Kandidatin Andrea Lindlohr unterstützt Brian Krause

Wo sind die Jobs in der Krise? Andrea Lindlohr, grüne Bundestagskandidatin aus Esslingen und Parlamentarische Beraterin der grünen Landtagsfraktion hat dazu Antworten gegeben im Cafe Samocca in Aalen.

Aalen. Andrea Lindlohr ist eine hoffnungsvolle Nachwuchspolitikerin der Südwest-Grünen. Allerdings müsste es bei Listenplatz 15 schon ein sehr gutes Wahlergebnis geben, damit sie in den Bundestag einzieht. Sie unterstützt nun den hiesigen Kandidaten Brian Krause im Wahlkampf. Nachhaltiges Denken und Handeln nannte sie als Priorität für den „Green New Deal“.

Dramatisch seien die Arbeitslosenzahlen vor allem für die jüngeren Menschen. Lindlohr hat sich vorbereitet: Von den 5,6 Prozent Arbeitslosen im Ostalb seien 42 Prozent ohne Ausbildung. Davon seien 1550 Arbeitslose unter 25 Jahre alt. „Den Jungen mehr in der Krise helfen“, nannte sie als ein Ziel. Vor allem gebe es bisher keine Hilfen, wenn sie nach beendeter Ausbildung nicht übernommen werden. Für die Region passend ging sie explizit auf die Lage der Automobilindustrie und des Maschinenbaus ein. Schlechte Aussichten für die „Globalisierungsgewinnerin“ Automobilindustrie: „Unsere Autos stehen für groß und schwer anstatt leicht und effizient“, sagte sie.  … weiterlesen »

Wahlkampf nach Fahrplan

9. September 2009 | Beitrag kommentieren »

Esslinger Zeitung 7. September 2009

BUNDESTAGSWAHL 2009 STIPPVISITE BEI ANDREA LINDLOHR (GRüNE)

Wahlkampf nach Fahrplan

HOCHDORF/ESSLINGEN: Die 34 Jahre alte Kandidatin will ihre Partei wieder zur drittstärksten Kraft im Wahlkreis machen

Von Michael Panzram

Samstag, 9.12 Uhr, Gleis 7, Esslingen Hauptbahnhof. Die Planung eines Wahlkampftags beginnt für Andrea Lindlohr mit dem Blick auf die Fahrpläne für Bus und Bahn. Schon als junge Erwachsene war die Kandidatin der Grünen für die Bundestagswahl im Wahlkreis Esslingen eine „überzeugte Öko“ und hat deshalb keinen Führerschein. Gestört hat sie das bisher nicht, auch nicht während des Studiums in Tübingen, als sie den heutigen Oberbürgermeister Boris Palmer kennenlernte und in die Partei eintrat. Auch für den vergangenen Samstag hat Lindlohr also genau geplant, wie sie morgens mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hochdorf zum Bauernmarkt kommt. Mit dem Fahrrad fährt sie zum Bahnhof, mit der S-Bahn nach Plochingen, von dort mit dem Bus nach Hochdorf.

Besonders die letzten vier Wochen vor der Bundestagswahl am 27. September sind bei Andrea Lind­lohr vollgepackt mit Terminen, mit Vorträgen und mit Straßenwahlkampf. Zeit dafür hat sie vor allem an den Wochenenden, denn ansonsten ist sie eingespannt in ihren Job als parlamentarische Beraterin für Wirtschaft, Arbeit und Energie der Grünen im Landtag von Baden-Württemberg. „Einzelne Tage unter der Woche nehme ich mir aber auch frei“, sagt Lindlohr. Ihre Chancen von Listenplatz 15 aus? „Bisher hat es von diesem Platz noch niemand in den Bundestag geschafft. Aber die Stimmung für Grün ist gut.“ Ihre Ziele? „Wir Grünen wollen den dritten Platz im Wahlkreis von der FDP zurückerobern.“  … weiterlesen »