. . Startseite | Sitemap | Impressum | Anmelden

Energie sparen statt Energie verbrauchen subventionieren

30. September 2008

Unsere Ressourcen werden zu billig verschleudert, weil die Märkte versagen: So haben Grüne vor über zehn Jahren ihre Forderung nach einer Ökosteuer begründet. Damals kostete Öl 10 Dollar pro Barrel, dieses Jahr waren es schon bis zu 146 Dollar. Heute preisen die Märkte ein, dass die Ressourcen knapp sind. Steuersenkungen auf Energie zu fordern wie die FDP, ist ordnungspolitischer Unsinn. Dadurch steigen nur die Nettopreise und die Gewinne der Energieversorger – und vielleicht sogar die Nachfrage. Auch verbilligte Energietarife für einzelne Gruppen sind keine Lösung.

Der Staat kann es auf Dauer gar nicht leisten, die steigenden Preise aus dem Steuersäckel auszugleichen. Und Familien mit kleinem Einkommen hilft es viel mehr, wenn sie nach einer Sanierung mit weniger Gas als bisher ihre Wohnung warm bekommen, als dass sie auf den steigenden Gaspreis einen Rabatt bekommen. Darum sollten wir das Einsparen und nicht das Verbrauchen von Energie fördern. Das macht ökologisch und sozial Sinn.

Ein Energiesparfonds aus den Erlösen des CO2-Zertifikatehandels kann in Zukunft vom Austausch ineffizienter Stromheizungen bis zu sparsamen Elektrogeräten auch für einkommensschwache Haushalte Energiesparen bezuschussen und voranbringen. Die jüngsten Beschlüsse der grünen Bundestagsfraktion weisen daher in die richtige Richtung. Und dass wir die Sätze des Arbeitslosengeld II und der vergleichbaren Leistungen anheben müssen, ist davon unbenommen.

Tags zu diesem Beitrag: | | |

Bisher keine Kommentare zu "Energie sparen statt Energie verbrauchen subventionieren"
Hinterlasse einen Kommentar