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Was darf Energie kosten?

20. Dezember 2012
Andrea Lindlohr diskutierte mit Rainer Reichhold, dem Präsidenten der Handwerkskammer Region Stuttgart, mit dem Amtschef des baden-württembergischen Umweltministeriums Helmfried Meinel und mit Ursula Sladek, Vorstand der ElektrizitätsWerke Schönau

Andrea Lindlohr diskutierte mit Rainer Reichhold, dem Präsidenten der Handwerkskammer Region Stuttgart, mit dem Amtschef des baden-württembergischen Umweltministeriums Helmfried Meinel und mit Ursula Sladek, Vorstand der ElektrizitätsWerke Schönau

Zum vierten Esslinger Dialog der Landtagsabgeordneten Andrea Lindlohr (GRÜNE), diese Mal zum Thema Energiepreise, kamen rund 60 Gäste ins Alte Rathaus. „Herkömmliche Energiequellen werden seit Jahren teurer“, führte die Gastgeberin ein. „Wir müssen auf Erneuerbare Energien umstellen und aus jeder Kilowattstunde mehr gutes Leben herausholen.“

Aus Sicht eines Ökostromanbieters erklärte Ursula Sladek: „Die Erneuerbaren senken die Erzeugungskosten und damit auch die Einkaufspreise an der Strombörse. Davon profitiert die Industrie. Aber von den steigenden Umlagen für die Stromeinspeisung und die Netzentgelte werden immer mehr Unternehmen befreit.“

„Deshalb werden die Verbraucher und kleine Handwerksbetriebe übermäßig belastet“, stimmte Handwerkspräsident Reichhold zu. Und Ministerialdirektor Meinel versicherte: „Die Landesregierung setzt sich für eine Begrenzung der von Schwarz-Gelb ausgeweiteten Ausnahmen auf wirklich energieintensive Unternehmen ein.“

„Niedrige Strompreise sind keine Garantie für mehr Wettbewerbsfähigkeit, im Gegenteil“, analysierte Meinel mit Verweis auf die zurückgehende Industrieproduktion in Frankreich. Reichhold betonte: „Die beste Energie ist die, die nicht verbraucht wird.“ Energieberatung könne ermitteln, welche Maßnahme am günstigsten sei. „Ob Wärmedämmung, Heizungstausch oder Solarzellen: Das Handwerk setzt die Energiewende schon um.“

Sladek überraschte mit der Nachricht, dass die ElektrizitätsWerke Schönau  ihren Kunden eine Prämie zahlen, wenn sie ineffiziente Heizungspumpen austauschen und dann weniger Strom beziehen: „Für einen Ökostromanbieter ist die Glaubwürdigkeit das höchste Gut.“

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