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Warum Rohstoffsicherheit und Naturschutz kein Widerspruch sind

26. September 2012

Rohstoffabbau und Naturschutz schienen in der Vergangenheit oft als unüberbrückbare Gegensätze. Beim Treffen der grünen Landtagsfraktion mit dem Industrieverband Steine und Erden Baden-Württemberg (Iste) wurde dieses Vorurteil einmal mehr entkräftet.

Thomas Beißwenger, Andrea Lindlohr, Wolfgang Raufelder und Hans-Martin Peter

ISTE-Präsident Hans-Martin Peter (links) und Hauptgeschäftsführer Thomas Beißwenger (rechts) mit Andrea Lindlohr und Wolfgang Raufelder MdL

Jüngstes Beispiel: Mit einer gemeinsamen Erklärung zusammen mit dem Nabu und der IG Bau hat der Iste deutlich gemacht, wie es gehen kann. Zwar bedeutet der Abbau etwa von Kies an den Rheinufern zur Deckung des regionalen Bedarfs einen Eingriff in die Landschaft. Oft entstehen aber schon während oder nach dem Abbau Biotope und Schutzflächen mit einer großen Artenvielfalt. Für jedes Abbauvorhaben werden nun zum Beispiel landschaftspflegerische Begleitpläne erarbeitet, die Rahmenbedingungen wie Wildwege oder die Erhaltung von Auenwäldern berücksichtigen.

Andrea Lindlohr, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und wirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion Grüne, und Wolfgang Raufelder, Mitglied des Umwelt- und Verkehrsausschusses im Landtag, informierten sich auf der grünen Wirtschaftstour aus erster Hand über die Arbeit des Iste und die aktuellsten Themen rund um den Rohstoffabbau.

Iste-Präsident Hans-Martin Peter, Vizepräsident Peter Röhm und Hauptgeschäftsführer Thomas Beißwenger machten deutlich, dass es in Baden-Württemberg ergiebige Rohstoffpotentiale gibt. Nur 0,2 Prozent der Landesfläche müssten für den Abbau genutzt werden, um den regionalen Bedarf an Baustoffen gut decken können. Die Herausforderungen seien hier vor allem der Erwerb entsprechender Grundstücke und eine frühzeitige Bürgerbeteiligung, um potentiellen Konflikten frühzeitig zu begegnen.

Lindlohr und Raufelder machten deutlich, dass besonders die guten Arbeitsbedingungen beim Abbau und die hohe Qualität der heimischen Rohstoffe ein zentraler Wettbewerbsvorteil seien, der vermarktet werden müsse. Die dezentrale Versorgung mit Rohstoffen sei ein wichtiges Anliegen der grünen Landtagsfraktion. So könne man Transportkosten sparen und die mittelständische Wirtschaft des Industriezweigs stärken.

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