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Verkehrsperspektiven für Berkheim

26. Mai 2014
Berkheim Verkehr

André Reichel, Andrea Lindlohr, Helmut Struwe und Dirk Rupp (v.li.) in Berkheim

Über 30 interessierte BerkheimerInnen begrüßte die Esslinger Landtagsabgeordnete Andrea Lindlohr zur Veranstaltung  „Verkehrsperspektiven für Berkheim“ in der Osterfeldhalle, zu der der Ortsverband der Grünen eingeladen hatte.  Auf dem Podium: der Vorsitzende des Bürgerausschuss Berkheim Helmut Struwe, der Regionalrat Dr. André Reichel und Stadtrat Dirk Rupp.

„Die Verbindung des Neckartals mit dem attraktiven östlichen Filderraum ist eine wichtige Aufgabe bei der Weiterentwicklung und Verbesserung eines guten Öffentlichen Personennahverkehrs. Eine interessante Perspektive ist dabei eine Stadtbahn von Nellingen über den Zollberg hinab ins Neckartal, deren Machbarkeit der Landkreis gerade prüfen lässt“, sagte Andrea Lindlohr. Durch die Festo-Erweiterung, die viele neue Arbeitsplätze schaffe, werde allerdings auch die Verkehrsbelastung um über 10 Prozent steigen. „Die Verkehrsknoten rund um die Festo-Erweiterungen werden nacheinander bis 2017 ausgebaut. Zusätzlich braucht der Raum rund um Berkheim daher dringend ein gutes Mobilitätskonzept“, so Andrea Lindlohr.

„Die Festo-Erweiterung sowie auch die Erschließungsstraße für das geplante neue Gewerbegebiet in Richtung Autobahn – so wie derzeit im Flächennutzungsplan vorgesehen – würde die Verkehrsbelastung verstärken“, ergänzt Helmut Struwe. Wichtig für Berkheim wäre eine bessere Busanbindung, insbesondere ein besserer Takt nach 20 Uhr sowie eine Busanbindung an die Stadtbahn in Nellingen. „Wir brauchen eine gute Anbindung und Erreichbarkeit. Das stärkt unseren Standort“, so Struwe. Die Stadt Esslingen müsse mit Festo enger zusammenarbeiten, um ein gutes Verkehrskonzept zu erarbeiten.

Für eine bessere Busanbindung setzt sich Stadtrat Dirk Rupp ein und erklärte ein Konzept des VCD: „Durch eine neue Buslinienführung könnten die Busverkehre nach Berkheim viel attraktiver gestaltet werden als bisher. Dabei schlagen wir auch den Einsatz von Hybridbussen vor.“

„Eine Stadtbahn nach Esslingen ist eine interessante und machbare Option für die Anbindung ans Neckartal“, sagt Regionalrat Dr. André Reichel. „Nach einer neuen wissenschaftlichen Studie läge der Nutzen-Kosten-Faktor einer solchen Linie bei 1,2 und somit im wirtschaftlichen Bereich.“ Der Grund hierfür liege darin, dass Bahnen mit modernerer Technik engere Kurvenradien fahren und höhere Steigungen überwinden könnten. Somit seien Tunnelabschnitte, die die Strecke erheblich teurer gemacht hätten, nicht mehr notwendig. „Die Entwicklung und Einrichtung von Expressbuslinien müssen eine wichtigere Rolle spielen und können gerade für Festo-Pendler eine interessante Alternative darstellen“ so Reichel.

Den Bürgerinnen und Bürgern waren vor allem die Themen wie die zusätzliche Verkehrsbelastung im Zuge der Festo-Erweiterung, die Zunahme von innerörtlichen Schleichwegen sowie die Sicherung einer attraktiven Nahversorgung in Berkheim wichtig.

Der Bürgerausschussvorsitzende Helmut Struwe rief die Zuhörerinnen und Zuhörer dazu auf, am 25. Mai zur Kommunalwahlen zu gehen und sich beim Bürgerdialog zum Flächennutzungsplan aktiv einzubringen.

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