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Politisch engagieren, um die Welt zu verbessern

14. März 2011

Stuttgarter Wochenblatt 10.3.2011

Grünen-Kandidatin Andrea Lindlohr: „Werde mit offenem Ohr für Bürger da sein“

Von Rebecca Stahlberg – ESSLINGEN

Beim Erwachsenwerden sei sie politisch geworden, erzählt Andrea Lindlohr bei Kaffee und Pfirsichkuchen im Café Emil in Esslingen. „Ich habe mich für die Welt interessiert und mich gefragt, wie man es besser machen kann“, erzählt die 36-Jährige. „Durch andere Jugendliche in meinem Umfeld bin ich ökologisch geprägt worden und habe mit meinen Mitschülern viel über Politik diskutiert.“ Als erstes Mitglied in ihrer Familie habe sie dann die Möglichkeit gehabt zu studieren. „Ich musste mir überlegen, ob ich etwas studieren kann, das mich wirklich interessiert oder ob ich ein Fach wählen sollte wie BWL, damit ich später niemandem auf der Tasche liege“, erklärt sie.

Die Rheinländerin entscheidet sich schließlich für Politikwissenschaft und Soziologie und zieht nach Tübingen. „Während des Studiums war ich sehr aktiv in der Fachschaft und in Hochschulgremien. Umweltfragen haben mich immer sehr beschäftigt“, erinnert sie sich. Lange habe sie darüber nachgedacht, bei Bündnis 90/Die Grünen einzutreten. Boris Palmer habe sie schließlich überzeugt, indem er gesagt habe: „Wir brauchen noch eine Frau für den Kreisvorstand“. Der Frauenanteil der Bewerber für die aktuelle Landtagswahl liege übrigens leider nur bei 17,5 Prozent, erzählt sie bedauernd.

Die Wahl-Schwäbin hält nichts davon, große Wünsche zu formulieren und es dann dabei zu belassen. „Besser man setzt sich für kleine Dinge konkret ein und verändert sie“, sagt sie. Ihr Ziel sei es, die Welt zu verbessern, etwas zu bewegen. Mit einem kleinen Augenzwinkern, weil diese Aussage sonst zu pathetisch klinge. Ein wenig Entspannung findet Andrea Lindlohr bei Kino-Besuchen oder in der Sauna. Mit ihrem Mann Markus führt sie eine Fernehe, da dieser zurzeit wegen seiner Arbeit in Berlin lebt. „Wir sind seit 15 Jahren zusammen und seit mehr als sechs Jahren verheiratet. Eine Fernehe zu führen geht schon, aber ohne Distanz wäre es natürlich schöner. Wir telefonieren sehr viel und müssen unseren Terminkalender langfristig abstimmen“, beschreibt sie.

Städtereisen gehören zu ihrer Lieblingsbeschäftigung im Urlaub. „Istanbul ist zum Beispiel eine sehr spannende Stadt. Gerne möchte ich noch mehr von Europa kennenlernen, und zwar mit dem Zug. Ich bin schon durch Polen bis ins Baltikum und von Stuttgart bis Bratislava mit dem Zug gefahren“, erzählt sie. Ihr persönlicher Wunsch für die Zukunft ist schlicht: „Gesundheit und Zufriedenheit für meine Lieben und für mich selbst, dass ich mich als gestaltende Kraft in die Landespolitik einbringen und etwas bewegen kann.“

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1 Kommentar zu "Politisch engagieren, um die Welt zu verbessern"
  1. Kleine Korrektur: Ich bin noch nicht mit dem Zug nach Polen und und Baltikum gefahren, das ist ein Urlaubsplan.
    In Bratislava war ich tatsächlich per Bahn, aber das ist eigentlich nur einmal ums Eck von Wien. Danach ging es noch in die östliche Slowakei nach Poprad!

    Andrea Lindlohr | 14. März 2011
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