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Mit Dietmar Lust bei der Adler AG in Höfen

3. September 2013
Vorstandsvorsitzender Lutz Adler (Mitte) präsentierte den beiden Politikern das neueste Innovations-Objekt des Unternehmens: Eine Ladestation für E-Bikes.

Vorstandsvorsitzender Lutz Adler (Mitte) präsentierte den beiden Politikern das neueste Innovations-Objekt des Unternehmens: Eine Ladestation für E-Bikes.

Fachkräftemangel ist ein vielzitiertes Schreckgespenst für Unternehmen im ländlichen Raum. Dietmar Lust, Bundestagskandidat von Bündnis 90/DIE GRÜNEN für den Wahlkreis Calw-Freudenstadt, wollte deshalb genau wissen, wo der Schuh in seiner Region drückt und machte sich bei einem Firmenbesuch ein Bild vor Ort. Gemeinsam mit MdL Andrea Lindlohr, wirtschaftspolitische Sprecherin der Grünen im Landtag, war Lust zu Gast bei der Adler AG in Höfen.

Die Adler AG hat sich in den vergangenen Jahrzehnten mit einer innovativen Firmenpolitik als Systemanbieter im Bereich von Edel-Gehäusen für die High-Tech-Industrie bundesweit einen Namen gemacht. Insgesamt 51 Mitarbeiter beschäftigt die Aktiengesellschaft am Standort Höfen, wo neben dem Mutterunternehmen auch die Tochtergesellschaft NDT beheimatet ist. Für Andrea Lindlohr und Dietmar Lust ein eindrucksvolles Beispiel ländlichen Unternehmergeists. „Ich finde es interessant zu sehen, wie hochwertige Arbeitsplätze im ländlichen Raum gehalten werden können und ein Unternehmen sich erfolgreich auf dem Markt behauptet“, bilanzierte Lindlohr. Eine attraktive Produktpalette und ein gutes Betriebsklima sind hierbei Schlüsselfaktoren für die wirtschaftspolitische Sprecherin der Grünen. Auch bei der Adler AG ist man dank dieser Parameter solide aufgestellt, auch wenn die große Anziehungskraft des nahen Sindelfinger Industrieraums bei der Suche nach Fachkräften spürbar ist, wie Vorstandsvorsitzender Lutz Adler einräumte.

Dietmar Lust war beeindruckt von der Nachwuchsarbeit, die das Unternehmen betreibt. Um Auszubildende zu gewinnen, wurde die Firma vor einigen Jahren im Bereich Social Media aktiv. Seitdem habe man einen guten Zulauf an Auszubildenden, erklärte Lutz Adler. Auch über die zweijährige Berufsausbildung wurden bereits Fachkräfte gewonnen. Herausforderungen stellen sich dem Betrieb stattdessen im Bereich Innovation, dem Motor des Unternehmensgetriebes, denn für kleinere Firmen sind Forschungspartner teils schwer zu finden. „Für Hochschulen sind wir nicht attraktiv, das bekommen wir zu spüren“, schilderte Lutz Adler Erfahrungen, die das Unternehmen unter anderem bei der Ausschreibung von Abschlussthesen gemacht hatte. Auch Absolventen wendeten sich nach ihrem Abschluss oft größeren Firmen zu.

Dennoch lässt man in Höfen nicht locker. Mit dem Innovationsgutschein des Landes wurden in der Vergangenheit neue Projekte realisiert. Gleichzeitig arbeiten Lutz Adler und seine Mannschaft aktiv daran, Hochschulpartner für weitere Forschungsvorhaben zu gewinnen. Bei Dietmar Lust stieß der Firmenchef mit diesem Engagement auf offene Türen. „Es liegt noch viel Geld in den Fördertöpfen brach“, motivierte der Bundestagskandidat und stellte gemeinsam mit Andrea Lindlohr die Möglichkeiten der Innovationsallianz Baden-Württemberg vor, wo sich Forschungsinstitute für einen aktiven Wissenstransfer zwischen Forschung und Wirtschaft vereinigen. „Es ist der politische Wille der Grünen, dass sich diese Allianz in ihrer Arbeit auch an kleinen und mittelständischen Unternehmen orientiert“, betonte Andrea Lindlohr. Dass die Mittel gut eingesetzt sind, sieht Dietmar Lust mit dem Besuch bei der Adler AG bestätigt. „Die Chancen der Innovationszuwendungen werden hier hervorragend genutzt.“

Lutz Adler nutzte seinerseits die Gelegenheit des Besuches, den beiden Politikern einen Verbesserungsvorschlag mitzugeben. Denn in Sachen öffentlicher Personennahverkehr bestehe im Gewerbegebiet Höfen noch Nachholbedarf. Zwar bilden viele Mitarbeiter Fahrgemeinschaften, erklärte der Vorstandsvorsitzende, doch diese machen die Arbeitszeitgestaltung für das Unternehmen unflexibel. Und langsam bringe die unzureichende Verkehrsanbindung wachsende Parkplatzprobleme mit sich. Eine Situation, die Lutz Adler bedauerlich findet.

Beim Rundgang durch die Betriebsgebäude machten sich Lindlohr und Lust ein persönliches Bild über die innovativen Produktionsprozesse im Unternehmen und informierten sich über die Einflüsse der globalen Marktwirtschaft auf den ländlichen Raum. „Bei großen Unternehmen steigt der Druck auf Zulieferer“, erklärte Lutz Adler. „Andere wissen wieder um den Wert lokaler Lieferanten.“

Beeindruckt zeigten sich die beiden Politiker abschließend über die Nachhaltigkeitspolitik im Unternehmen. Die Produktion der Adler AG wird ausschließlich mit Ökostrom betrieben – „das macht nicht jedes Unternehmen“, zollte Dietmar Lust Respekt. Und die Abwärme aus der Schweißerei wird im Prozess der Wärmerückgewinnung im Winter zur Gebäudeheizung eingesetzt. Für Andrea Lindlohr ein beispielhaftes System, das mittlerweile weiter auf dem Vormarsch ist: „Auf dem Land gibt es überall Unternehmen, die an einer energieeffizienten Produktionsgestaltung interessiert sind.“

1 Kommentar zu "Mit Dietmar Lust bei der Adler AG in Höfen"
  1. Sehr geehrte Frau Lindlohr,

    ich möchte mich an dieser Stelle für das offene und sehr interessante Gespräch bedanken.

    Lutz Adler
    -Vorstand Adler AG-

    Lutz Adler | 4. September 2013
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