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Mappus hat zu viel bezahlt

13. März 2012

zur Veröffentlichung in der ‚Zwiebel‘ vom 15. März 2012

„Sieht so ein sorgfältiger Umgang mit Steuergeldern aus?“, fragt Andrea Lindlohr im EnBW-Untersuchungsausschuss

„Sieht so ein sorgfältiger Umgang mit Steuergeldern aus?“, fragt Andrea Lindlohr im EnBW-Untersuchungsausschuss

Unter großem Medieninteresse fand am Freitag, den 9. März 2012, die erste öffentliche Sitzung des Untersuchungs-ausschusses zum EnBW-Deal statt. Das Gremium, dem auch die Esslinger Landtags-abgeordnete Andrea Lindlohr angehört, befragte Stefan Mappus (CDU), der als damaliger Ministerpräsident den verfassungswidrigen, fast fünf Milliarden Euro teuren Deal am Landtag vorbei eingefädelt hatte. „Als wirtschaftspolitische Sprecherin interessiert mich besonders, wie es zu dem überhöhten Kaufpreis kam“, sagte Lindlohr. „Wer solche Summen aufs Spiel setzt, muss seine Entscheidungen mit besonderer Sorgfalt abwägen. Das hat Mappus nicht getan. Denn seine Hauruck-Aktion war rein politisch motiviert.“ Mit der Befragung sei klar, dass Mappus dem französischen Staatskonzern EdF rund 5 Milliarden Euro für die EnBW-Aktien angeboten habe, ohne vorher den Unternehmenswert gründlich prüfen zu lassen. „So darf man nicht mit dem Geld der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler umgehen“, kritisierte Lindlohr. „Als nächstes werden wir die Rolle von Mappus-Freund Dirk Notheis beleuchten, der als Deutschland-Chef der beratenden Investmentbank Morgen Stanley maßgeblich an dem Deal mitgewirkt hat.“

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