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Mappus für Konzerninteressen, Grüne für Atomausstieg

17. Juni 2010

veröffentlicht in der ‘Zwiebel’ vom 10. Juni 2010

Landtagskandidatin Andrea Lindlohr will schnell weg von der Atomkraft

Die Kandidatin der Grünen für die Landtagwahl Andrea Lindlohr kritisiert das Vorgehen von Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) im Atomstreit. “Mappus versucht aus Bundesebene durchzusetzen, dass Baden-Württemberg und die übrigen Länder im Bundesrat über die Laufzeiten der Atomkraftwerke nicht mitentscheiden dürfen. Dass ein amtierender Ministerpräsident sich so offensichtlich und einseitig für die Interessen der Atomkraftwerksbetreiber und gegen die Interessen des eigenen Landes einsetzt, ist schon skandalös”, so Lindlohr.

Sie vewies darauf, dass Mappus deswegen sogar Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) zum Rücktritt aufgefordert hatte, weil dieser den Bundesrat beim Atomgesetz einbeziehen wolle. Diese Aufforderung fand in Berlin jedoch kein Gehör. “Wir Grüne werden weiter in den Parlamenten, bei den Bürgerinnen und Bürgern und notfalls vor Gericht dafür kämpfen, dass die Atomkraftwerke wie vereinbart abgeschaltet werden.”

Die Energieerzeugung in Baden-Württenberg bezeichnet Lindlohr als rückständig: “Natürlich ist es ein Problem, dass gut die Hälfte des in Baden-Württemberg produzierten Stroms noch aus Atomkraftwerken stammt – bundesweit sind es nur 23%. Wir müssen schneller hin zu den Erneuerbaren Energien umbauen und zum Beispiel mehr Windkraftanlagen bei uns zulassen.”

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