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Luftreinhalteplan für Esslingen kommt bis Ende 2018

5. April 2017

Pressemitteilung vom 5. April 2017

Anfrage zur Luftreinhaltung

„Der Luftreinhalteplan für die Stadt Esslingen soll bis zum Ende des Jahres 2018 stehen. Gemeinsam mit dem Regierungspräsidium wird die Stadt Esslingen nun einen Maßnahmenplan erarbeiten“, erklärte die Esslinger Landtagsabgeordnete und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen Andrea Lindlohr. Dies geht aus der Antwort des Landesverkehrsministeriums auf eine parlamentarische Initiative der Abgeordneten zur Luftbelastung in Esslingen hervor.

„Esslingen braucht einen wirksamen Luftreinhalteplan, denn der Grenzwert für Stickstoffdioxid wurde vergangenes Jahr deutlich gerissen. Die gemessenen Mengen belasten die Atemwege vieler Esslinger Bürgerinnen und Bürger“, so Lindlohr. Der an der Grabbrunnenstraße gemessene Jahresmittelwert des Luftschadstoffs Stickstoffdioxid lag 2016 bei 54 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft, erlaubt sind aber nur 40. „Es ist davon auszugehen, dass ein hoher Anteil des Luftschadstoffs aus Dieselfahrzeugen stammt. Welche Quellen genau für die Emissionen verantwortlich sind, wird für Esslingen noch untersucht werden“, so Lindlohr.

Es sei nun an der Zeit, gute Ideen zu entwickeln, wie die Luft in der Stadt wieder besser werden könnte. „Um das Problem der Luftbelastung zu lösen, müssen wir an mehreren Stellschrauben gleichzeitig drehen. Ein gutes attraktives Angebot an öffentlichem Personennahverkehr, das von den Menschen auch angenommen wird, sowie sichere Fuß- und Radwege können langfristig das Verkehrsaufkommen reduzieren und somit den Ausstoß von Luftschadstoffen mindern“, betont Lindlohr. Nur über Fahrverbote nachzudenken greife zu kurz. Auch die Schaffung einer attraktiveren Infrastruktur für elektrisch angetriebene Autos, wie zum Beispiel die Verbesserung von Parkmöglichkeiten, könnten bei der Aufstellung des Luftreinhalteplans für Esslingen berücksichtigt werden.

„Derzeit lässt das Land prüfen, welche technischen Möglichkeiten es gibt, Dieselfahrzeuge der Euro 5-Abgasnorm auf Euro 6 nachzurüsten, und ob dies in einem vertretbaren finanziellen Rahmen bleibt. Wenn unsere innovativen Automobilfirmen eine solche Umrüstung realisieren könnten, dann wären weniger Fahrzeuge von eventuellen Fahrverboten betroffen, und es wäre ein gutes Zeichen für die Diesel-Antriebstechnik“, so Lindlohr abschließend.

Die Kleine Anfrage Ds. 1716 – Abg. A.Lindlohr GRÜNE – Luftbelastung in Esslingen finden Sie hier. Die Antwort des Verkehrsministeriums ist hier abrufbar.

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