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Esslinger Dialog: Lebendig und bezahlbar wohnen

26. November 2014
Wie wollen wir wohnen? Das diskutierte Andrea Lindlohr MdL mit Udo Casper, Carmen Tittel, Christian Brokate und Dr. Gerd Kuhn (von links).

Wie wollen wir wohnen? Das diskutierte Andrea Lindlohr mit Udo Casper, Carmen Tittel, Christian Brokate und Dr. Gerd Kuhn.

Veröffentlicht in der `Zwiebel´ vom 27.November 2014

Zum Thema Wohnen hatte die Esslinger Landtagsabgeordnete Andrea Lindlohr bei ihrem siebten Esslinger Dialog ins Alte Rathaus geladen. Als Ziel benannte Lindlohr, die wohnungspolitische Sprecherin der grünen Landtagsfraktion ist, „dass wir auch bei steigenden Mieten lebendige und durchmischte Städte erhalten, in denen Menschen jeden Alters und jeder sozialen Schicht ein Zuhause finden.“

Dies werde jedoch gerade für Familien immer schwieriger. „Deshalb unterstützt die grün-rote Koalition den Bau von günstigen Mietwohnungen.“ Sehr positiv bewertete Lindlohr, dass die grün-rote Landesregierung landeseigene Grundstücke nun nicht mehr zum Höchstpreis, sondern vergünstigt abgeben, wenn dort günstige Mietwohnungen geschaffen werden.

Carmen Tittel, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Esslinger Gemeinderat, erklärte, dass sie das neue Wohnraumversorgungskonzept der Stadt unterstütze. Dies sieht bei neuem Planungsrecht vor, dass ein Fünftel günstiger Wohnraum geschaffen werde müsse. „Für die Entwicklung der Weststadt kommt das jedoch leider zu spät.“ Nur in Esslingen werde sich die steigende Nachfrage nicht befriedigen lassen, meinte der Geschäftsführer des baden-württembergischen Mieterbundes Udo Casper. Er forderte mehr Zusammenarbeit zwischen der Stadt und den Umlandgemeinden.

„Regeln wie die energetischen Standards machen das Bauen teurer“ sagte der Geschäftsführer der Baugenossenschaft Esslingen Christian Brokate. Carmen Tittel wies dazu auf die Verantwortung für den Klimaschutz hin und darauf, dass gerade Menschen mit geringerem Einkommen sich hohe Heizkosten nicht leisten könnten.

Dr. Gerd Kuhn von der Universität Stuttgart forderte eine Kehrtwende beim Wohnflächenverbrauch: „Oft leben Verwitwete noch in großen Wohnungen und könnten einen Umzug in eine kleinere nicht bewerkstelligen.“ Der Vorschlag einer Wohnungsvermittlung fand beim fachkundigen Publikum viel Anklang.

1 Kommentar zu "Esslinger Dialog: Lebendig und bezahlbar wohnen"
  1. Sehr geehrte Frau Lindlohr,
    mit großem Interesse habe ich vom Esslinger Dialog zum Thema Wohnen gelesen. Als Bezirksbeirat für die Grünen im Mannheimer Stadtteil Feudenheim kämpfe ich mit anderen zur Zeit um den Erhalt bezahlbaren Wohnraums. 210 bezahlbare Wohnungen sollen 160 Luxuswohnungen weichen. Besitzer die 100 ige Tochter der Stzadt Mannheim „Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft“. Leider haben auch grüne Stadträte im Aufsichtsrat dem Konzept zugestimmt. Eine Bewohnerinitiative hat sich formiert und ist sehr aktiv. Fernsehsendungen (Landesschau aktuell und Rhein-Neckar-Fernsehen) und Printartikel haben das Thema seit Mitte Oktober der breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht.
    Würden Sie als wohnungspolitische Sprecherin zu uns nach Feudenheim kommen, um über Ihre Erfahrungen zu berichten. Wolfgang Raufelder und ich könnten Sie bei Interesse mit mehr Infos versorgen.
    Herzliche Grüße aus Mannheim Ulrich Schaefer

    Dr. Ulrich Schaefer | 2. Januar 2015
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