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Kommunen und Familien profitieren von Ganztagesschule

17. Januar 2014

Andreas Schwarz MdL und Andrea Lindlohr MdL (GRÜNE)

Pressemitteilung vom 16. Januar 2014

“Mit dem Pakt, den die Landesregierung mit den kommunalen Landesverbänden abgeschlossen hat, bringen wir die Ganztagesschule an Grundschulen und den Grundstufen der Förderschulen flächendeckend voran“, machen die beiden Grünen-Abgeordneten Andreas Schwarz und Andrea Lindlohr deutlich. „Familien, Kinder, Kommunen und Schulen im Landkreis Esslingen profitieren von diesem bildungspolitischen Meilenstein.“

Die Vereinbarung zwischen dem Land und den kommunalen Landesverbänden zur Ganztagesschule sieht vor, dass die Schulträger zwischen der verbindlichen Form und der offenen Form wählen können. Ebenso können die Kommunen für ihre Schulen ein flexibles Angebot von bis zu 32 Stunden in Anspruch nehmen. „Die Städte und Gemeinden haben die Möglichkeit, die Ganztagesschule an drei oder vier Tagen mit sieben oder maximal acht Stunden anbieten zu können“, machte Andreas Schwarz deutlich. Damit sei die Betreuung der Schülerinnen und Schüler im Zeitfenster von 8 bis 16 Uhr vom Land gewährleistet. Die Betreuung vor 8 Uhr oder nach 16 Uhr sei weiterhin Sache der Kommune. „Gut ist, dass die Ganztagesschule gebührenfrei angeboten wird. Familien mit Schulkindern bekommen so neue Möglichkeiten für die Bildung und Betreuung ihrer Kinder ohne weitere finanzielle Belastungen“, erläuterte die Esslinger Landtagsabgeordnete Andrea Lindlohr.

Im Rahmen des Pakets haben das Land und die Kommunen ebenfalls eine Regelung für die Betreuung während der Mittagspause gefunden. Das Land übernimmt die generelle Schulaufsicht und die Kommunen die Aufsicht und Betreuung während des Mittagessens. „Über die Aufsicht in der Mittagspause gab es in der Vergangenheit oft Auseinandersetzungen zwischen Land und Gemeinden, wer die Verantwortung trage, und das zu Lasten von Lehrern und Eltern. Mit der neuen Vereinbarung ist dies beendet“, so Lindlohr.

Schritt für Schritt habe Grün-Rot die Bildung und Betreuung von Kindern in Baden-Württemberg verbessert. Nach Erfahrung der grünen Abgeordneten gibt es nach dem Ausbau der Kinderbetreuung im Vorschulalter deutlich mehr Nachfrage von Eltern nach Ganztagsplätzen an der Grundschule, als es bisher Plätze in der Region gibt. „Und das Beste ist: Alle profitieren davon, die Kinder, die Eltern, die Schulen und die Kommunen. Mehr Bildungsgerechtigkeit und die Entkoppelung des Bildungserfolgs von der sozialen Herkunft sind neben dem elterlichen Wunsch nach einer Vereinbarung von Familie und Beruf die wichtigsten Motive für den allseits geforderten Ausbau des Ganztagsangebots“, erläuterte Andreas Schwarz. „Die Kommunen und Schulen im Landkreis Esslingen können so weiterhin wählen: Blieben sie Halbtagsschule oder wollen sie ein offenes oder verbindliches Ganztagsangebot. Damit werden die verschiedenen Bedürfnisse der Eltern abgedeckt und durch Grün-Rot aufgenommen“, erklärte Lindlohr, die an die neuen Ganztagsangebote an Grundschulen im Landkreis im laufenden Schuljahr wie beispielsweise ein Esslingen-Berkheim erinnerte.

Durch die Verzahnung und Kooperation der Schulen mit Vereinen, Musikschulen, Betrieben oder anderen Einrichtungen sei gewährleistet, dass die Ganztagsschule ein lebendiger Ort in der Gemeinde werde, der deutlich mehr ist als nur ein Lernort.
„Das aktuelle Verhandlungspaket macht eine Änderung des Schulgesetzes erforderlich, die wir in den nächsten Monaten angehen werden. Bereits vor der Sommerpause können die Kommunen im Landkreis Esslingen Anträge auf Einrichtung einer Ganztagesschule zum kommenden Schuljahr stellen“, bekräftigte Andreas Schwarz.

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