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Grün-Rot treibt die Energiewende voran

18. Dezember 2012

 

Jürgen Stoll und Andrea Lindlohr diskutieren mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern aus Wolfschlugen die Energiewende

Jürgen Stoll und Andrea Lindlohr diskutieren mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern aus Wolfschlugen die Energiewende

Zu den 3. Wolfschlugener Gesprächen hatte der Ortsverein der Grünen am 10. Dezember die Esslinger Landtagsabgeordnete Andrea Lindlohr eingeladen. Nach der Begrüßung durch Jürgen Stoll diskutierte sie mit einem interessierten Gesprächskreis die Frage: „Wie geht es weiter mit der Energiewende?“ Dass die Erneuerbaren Energien mittelfristig die immer teurerer und klimaschädlichen fossilen Energieträger und die Atomkraft ersetzen müsse, sei inzwischen unumstritten, nicht jedoch das Wie.

Lindlohr, die auch stellvertretende Fraktionsvorsitzende und wirtschaftspolitische Sprecherin ihrer Fraktion ist, erklärte: „Baden-Württemberg hat im Vergleich zum Bund einen sehr hohen Anteil an Atomstrom. Die grün-rote Koalition hat das ehrgeizige Ziel, dass bis zum Jahr 2020 38% unseres Stroms aus Erneuerbaren stammen sollen, darunter 10% aus heimischer Windkraft.“ Aktuell sind es 20% erneuerbarer Strom, aber nur 1% aus Windkraft. „Wir haben die Windkraftblockade der alten Landesregierung beseitigt und das Landesplanungsgesetz geändert, so dass die Kommunen mehr Freiheit bei der Planung von Windkraftanlagen haben.“ Viele Bürger wollten in solche Anlagen investieren, und auch die Kommunen seien an Pachteinnahmen interessiert. Auf die Frage nach der Rolle der Biomasse antwortete Lindlohr differenziert: Die Verstromung angebauter Biomasse solle begrenzt, die Verwertung von Reststoffen und holzartiger Biomasse aber noch verbessert werden.

Während die Erzeugung des Stroms nicht das Hauptproblem darstelle, sei es bisher schwierig, den Strom zu speichern und weiterzuleiten. Die Landesregierung investiere in Forschungsprogramme für zu- und abschaltbare Lasten, in intelligente Stromnetze und Speicher. Diskussionsteilnehmer forderten darüber hinaus, sich mit der energieintensiven Prozesswärme und –kühlung der Industrie zu beschäftigen und intelligente Stromzähler einzuführen, die es dem Kunden erleichtern würden, selbst Energie einzusparen.

„Die Energiewende ist eine Herausforderung, die es nicht zum Null-Tarif geben wird und bei der alle an einem Strang ziehen müssen. Aber in diesem Veränderungsprozess stecken auch viele wirtschaftliche Chancen“, so Lindlohr abschließend.

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