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Grüne wollen Windräder auf dem Schurwald

24. Juni 2011

Esslinger Zeitung 29. April 2011 zu unserem Pressegespräch

KREIS ESSLINGEN: Andrea Lindlohr und Andreas Schwarz sind überzeugt, dass der Koalitionsvertrag auch vor Ort zu einem Politikwechsel führt

Der Koalitionsvertrag, auf den sich Grüne und SPD verständigt haben, bringt für den Landkreis Esslingen viele Impulse. Davon sind Andrea Lindlohr und Andreas Schwarz von den Grünen überzeugt, denen im Kreis Esslingen der Einzug in den Landtag gelungen ist. Als Beispiel nennen sie die Absicht, auf dem Schwurwald und auf der Schwäbischen Alb die Windkraft zu nutzen.

Von Hermann Dorn

Alle drei Kandidaten der Grünen haben im Kreis Esslingen die Fahrkarte nach Stuttgart gelöst: Winfried Kretschmann im Wahlkreis Nürtingen, Andrea Lindlohr im Wahlkreis Esslingen, Andreas Schwarz im Wahlkreis Kirchheim. Lindlohr und Schwarz haben gestern vor der Presse erklärt, dass sie es zu ihren wichtigsten Aufgaben zählen, zwischen Landespolitik und kommunaler Ebene zu vermitteln. Schwarz will aus diesem Grund weiter die Fraktion der Grünen im Kreistag führen. Beide planen außerdem Wahlkreisbüros. Lindlohr hat sich in Esslingen bereits für eine Adresse in der Bahnhofstraße entschieden.

Der Koalitionsvertrag verspricht Schwarz und Lindlohr zufolge Verbesserungen, die auch den Kreis Esslingen erreichen werden. „Die Energiewende gehört zu den entscheidenden Vorhaben dieser Koalition“, so Lindlohr. Dieses Ziel sei nur zu erreichen, wenn die Windenergie sehr viel intensiver genutzt werde. Auch im Kreis Esslingen sieht sie die Möglichkeit, diese Technik auszubauen. „Der Windatlas zeigt, dass sich der Schurwald ebenso wie die Schwäbische Alb als Standorte anbieten.“ Wie realistisch dieses Ziel ist, belegten Anfragen zahlreicher Firmen.

Politik der offenen Ohren

Die Grünen gehen davon aus, dass es für Windkraft eine breite Akzeptanz gibt. Wenn sich an den einzelnen Standorten ein Konflikt entzünden sollte, setzen sie auf eine „Politik der offenen Ohren“. Schwarz geht davon aus, dass sich die neue Technik in die Landschaft einfügen lässt. Über einzelne Standorte könne man diskutieren. Am Ziel, bis 2020 ein Zehntel des Stroms im Land aus Windkraft zu erzeugen, lässt er aber keine Zweifel.

Die Folgen des Koalitionsvertrags für den Kreis veranschaulichen die Abgeordneten auch an der Betreuung der Kleinkinder. Schwarz rechnet vor, dass der finanzielle Spielraum für diese Aufgabe im Landkreis jährlich um 13 Millionen Euro steigen dürfte, wenn die Grunderwerbsteuer wie angekündigt um 1,5 Prozentpunkte erhöht wird. „Damit unterstützen wir die Kommunen beim Ausbau dieser Angebote.“ Neue Chancen bieten sich im Landkreis laut Lindlohr auch in der Bildungspolitik. „Die Kommunen bekommen mehr Einfluss auf die Schulstruktur.“ Mit neuen Konzepten könnten sie die Attraktivität ihrer Haupt- und Werkrealschulen steigern.

Zu den Gewinnern der Koalitionsverhandlungen zählen die Grünen auch die Kommunen. „Städte und Gemeinden können damit rechnen, dass sich ihre finanzielle Lage verbessert“, behauptet Schwarz. Wichtige Impulse für den Kreis sieht er in der Wirtschafts- und Verkehrspolitik. Auf letzterem Feld seien erste Weichen gestellt, um den Ausbau der S-Bahn nach Neuhausen und Göppingen anzupacken. Zu den Zielen gehöre es weiter, auch in ländlichen Gebieten einen ganztägigen Stundentakt mit Zügen, Bussen und Sammeltaxis zu ermöglichen.

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