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Frauen in die Forschung! Input auf der GENDERA-Konferenz

24. April 2012

Im Konferenzraum mit Prof. Norbert Höptner, Dr. Petra Püchner (beide Steinbeis-Europazentrum) und Dr. Birgit Buschmann (Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg)

Am 26. März 2012 war ich als Festrednerin auf die Abschlusskonferenz des GENDERA-Projektes eingeladen. Mit dem Projekt hat die Europäische Kommission Maßnahmen der Mitgliedstaaten zur Frauenförderung in der Forschung zusammenstellen und in einer Online-Datenbank veröffentlichen lassen. Ich kenne das wie sicher viele andere auch aus meiner Studienzeit: Meine Professoren waren ausschließlich Männer. Frauen gab es an der Uni nur auf befristeten Teilzeitstellen in der Mitarbeiterschaft.

Die nackten Zahlen, die das Phänomen einer „Leaky Pipeline“ quantifizieren, haben mich nicht überrascht, aber trotzdem schockiert. Knapp 50 Prozent der Studenten und Promovenden an den Hochschulen im Ländle sind weiblich. Nur etwa halb so groß ist der Anteil an Frauen, die danach noch habilitieren bzw. weiterführende akademische Qualifikationen sammeln. Am Ende sind es gerade einmal 16 Prozent aller Professuren in Baden-Württemberg, die durch Frauen besetzt sind. Und das auch erst heute, nachdem etwa das Professorinnenprogramm des Bundes und der Länder starke Anreize für die Berufung weiblicher Gelehrter gesetzt hat.

Ich schätze, dass auch in der Wissenschaft kein Weg an einer Frauenquote vorbei führt. Für die Spitzengremien der Wirtschaft wird die Quote bald kommen, davon bin ich überzeugt. Das ist auch dringend nötig, wenn man sich die jüngsten Selbstverpflichtungen der deutschen Wirtschaft anschaut. Norwegen hat gezeigt, dass es anders geht! Und obwohl wir in der Wissenschaft mit 16 Prozent Professorinnen schon heute da sind, wo BMW im Jahr 2020 sein will: Auch für mehr Frauen in der Forschung sollte die Politik verbindliche Zielvorgaben setzen!

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