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Filder-Grüne gründen „AK 1.3“

12. Januar 2012

Grüne im Kreis Esslingen, Pressemitteilung vom 9. Januar 2012

Keine weitere Planung unsinniger Streckenführungen auf den Fildern – Forderung nach besserem Schienenkonzept

Der Kreisverband Esslingen sowie die Ortsverbände und Gemeinderatsfraktionen der Grünen auf den Fildern machen sich gemeinsam für eine sinnvolle Entwicklung des Schienenverkehrs stark. Der Esslinger Kreisvorstand, Mitglieder und Gemeinderäte der Grünen aus Filderstadt, Leinfelden-Echterdingen, Neuhausen, Ostfildern und Stuttgart sowie der Landtagsabgeordnete Nikolaus Tschenk (Wahlkreis Stuttgart/Filder, Mitglied im Verkehrsausschuss des Landtages) haben dazu den „Arbeitskreis 1.3“ gegründet. „1.3“ bezeichnet den Abschnitt von Stuttgart 21 zwischen Rohrer Kurve und Flughafen, für den das Planfeststellungsverfahren noch nicht begonnen hat. Dieser Abschnitt gilt als sehr konfliktträchtig, weil Fernzüge auf der S-Bahn-Trasse fahren sollen.

Beim ersten Treffen des neuen Arbeitskreises wurden die bisherigen Pläne der Bahn klar abgelehnt. Die geplante Streckenführung für den ICE über die S-Bahn-Trasse ist unsinnig und beeinträchtigt die S-Bahnen. Die Grünen fordern den Erhalt der Gäubahnstrecke über den Westbahnhof und deren leistungsfähige Anbindung an den Hauptbahnhof. Dies entspricht dem Schlichterspruch. Der geplante neue Fernbahnhof am Flughafen hat nach Ansicht der Filder-Grünen ebenfalls keinen Sinn und darum wollen sie darauf verzichten. Dass die Bahn von diesem Bauwerk ebenfalls nichts hält, unterstreicht der für den Stresstest erstellte Fahrplan: Die meisten Züge sollen an diesem Bahnhof vorbei fahren, der Halt eines ICE ist dort überhaupt nicht vorgesehen. Die eingesparten Kosten von etwa 120 bis 150 Millionen Euro lassen sich anderswo sinnvoller einsetzen. Beispielsweise für den Umbau des Bahnhofes in Böblingen oder Vaihingen, um dort einen Halt des ICE/IC zwischen Zürich und Stuttgart und anderer Züge der Gäubahn zu ermöglichen. Davon würden rund eine Viertel Millionen Menschen enorm profitieren, da sie nicht mehr erst zum Hautbahnhof fahren müssten.

Eine weitere Forderung der Grünen lautet, eine Express-S-Bahn von Filderstadt über den Flughafen, Echterdingen und Vaihingen – geführt über den Westbahnhof – zum Stuttgarter Hauptbahnhof zu prüfen. Damit kann eine zeitsparende, attraktive Ergänzung zu den vorhandenen S-Bahnen geschaffen werden.

Der neu gegründete grüne Arbeitskreis wird sich aktiv in die weiteren Planungen einbringen. Das Votum bei der Volksabstimmung ist aus seiner Sicht kein Freibrief, dass die Bahn nun planen kann, was sie will. Der AK 1.3 fordert, dass die Pläne der Bahn auf den Fildern einem kritischen Faktencheck unterzogen werden, mit dem das Versprechen eines erweiterten Beteiligungsprozesses eingelöst wird. Bahn, Land und die Politik auf den Fildern müssen offen für andere Ideen sein, so die Forderung der Grünen.

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