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Erfolgsbedingungen für Gründer*innen

18. September 2018

Welche Unterstützung vom Land brauchen Gründer*innen, um aus ihrer Geschäftsidee ein erfolgreiches Unternehmen aufzubauen? Dieser Frage ging die wirtschaftspolitische Sprecherin der Grünen und Esslinger Landtagsabgeordnete Andrea Lindlohr gemeinsam mit der finanzpolitischen Sprecherin Thekla Walker MdL bei einem Besuch des Robotikunternehmens Synapticon in Schönaich nach.

„Auf den wirtschaftlichen Erfolgen dürfen wir uns in Baden-Württemberg nicht ausruhen“, betont Lindlohr. „Deshalb steht die Grüne Landtagsfraktion in regelmäßigem Austausch mit der Gründerszene, um die Voraussetzungen für Unternehmensgründungen gut zu gestalten.“

Nikolai Ensslen, Gründer von Synapticon, ist hierfür ein guter Ansprechpartner. Für junge Unternehmen sei etwa die oftmals fehlende Risikokultur, der Mangel an günstigen Gewerbeflächen und flexibel anpassbaren Räumlichkeiten ein Hemmnis, erklärt Ensslen. Zudem sei der Nahverkehr in Gewerbegebiete oft schlecht ausgebaut. Andererseits punkte Baden-Württemberg durch sehr gute Hochschulen und Forschungseinrichtungen wie das Karlsruher Institut für Technologie KIT oder zahlreiche Mittelständler und Großunternehmen, die Partner zum Beispiel bei der Digitalisierung suchen. Darüber hinaus biete das Land eine ausgefeilte Förderstruktur.

„Die Förderlandschaft entwickeln wir stetig weiter“, so Lindlohr. „Im Juli haben wir das Programm „Start-up BW Pre-Seed“ aufgelegt, mit dem wir die Finanzierungslücke in der kritischen frühen Phase von Hochtechnologie-Start-ups schließen.“ Das Instrument orientiere sich dabei am Förderinstrument der „start-up-Nation“ Israel. Lindlohr berichtete zudem, dass das Programm „Junge Innovatoren“, welches sich an den wissenschaftlichen Nachwuchs richtet, reformiert und um eine „Feedbackkultur“ ergänzt wurde. Wichtig sei außerdem privates Kapital in die Gründerszene zu lenken. Denkbar seien etwa steuerliche Anreize. Ein Punkt, den Walker in Gesprächen mit dem Finanzministerium erörtern will. Die beiden Fachpolitikerinnen waren sich auch einig, dass die von den Grünen im Land und im Bund schon lange geforderte steuerliche Absetzbarkeit von Ausgaben für Forschung und Entwicklung weiter verfolgt werden müsse.

Synapticon ist ein Zulieferer für Robotikunternehmen und produziert Technologien, mit die Bewegungsabläufe gesteuert werden. Dazu gehören etwa Chips für die Elektronik oder Sensoren. Mit Niederlassungen unter anderem im Silicon Valley und Schanghai ist es zwischenzeitlich auch international präsent.

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