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Das Grünen-Trio tritt wieder an

10. März 2015

Stuttgarter Zeitung vom 10. März 2015

Esslingen Kretschmann, Lindlohr und Schwarz werfen ihren Hut für die Landtagswahl 2016 in den Ring.

Von Thomas Schorradt

Der Grünen-Kreisverband Esslingen setzt auf Beständigkeit: Sowohl Andrea Lindlohr (Wahlkreis Esslingen), als auch Andreas Schwarz (Wahlkreis Kirchheim) und Winfried Kretschmann (Wahlkreis Nürtingen) wollen wieder für die Partei Bündnis 90/Die Grünen für den baden-württembergischen Landtag kandidieren. Im Idealfall würden die Kandidaten diese personelle Kontinuität gerne mit einer gewissen politischen Kontinuität verbunden wissen: „Wir wollen mit einem guten Wahlergebnis in unseren Wahlkreisen dazu beitragen, dass Winfried Kretschmann im kommenden Jahr wieder Ministerpräsident wird“, sagt Andreas Schwarz.

Die Voraussetzungen haben die Grünen nach eigener Einschätzung in den vergangenen vier Jahren Regierungsverantwortung gelegt. „Baden-Württemberg steht als Wirtschaftsstandort gut da, der Landkreis Esslingen noch besser“, fasst Andrea Lindlohr, die wirtschaftspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion im Landtag, den Stand der Dinge zusammen. Das sei den Unternehmen und den Arbeitnehmern im Land, aber auch den von den Grünen mitverantworteten guten Rahmenbedingungen zu verdanken.

Als Beispiel nennt die Abgeordnete, die ebenso wie Andreas Schwarz als Stellvertreterin der Fraktionschefin Edith Sitzmann zum Führungszirkel der Grünen- Fraktion im Landtag gehört, den jüngst unterzeichneten Hochschulfinanzierungsvertrag. Das Plus von 1,7 Milliarden Euro sorge für Planungssicherheit auch für die Hochschulen in Esslingen und Nürtingen. Allein 117 Millionen Euro wolle das Land in den Neubau der Hochschule in der Esslinger Weststadt investieren.

Ihr erklärte Ziel, Menschen zusammenzuführen und Kräfte zu bündeln, sieht Andrea Lindlohr in der Innovationsallianz beispielhaft verwirklicht. In dieser Allianz, die vom Land mit 28 Millionen Euro gefördert werde, hätten sich zwölf wirtschaftsnahe Forschungsinstitute zusammengeschlossen, um die Erkenntnisse der Forscher schneller der unternehmerischen Basis zur Verfügung zu stellen.

Andreas Schwarz, der verkehrspolitische Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion, weist darauf hin, dass die grün-rote Regierung mit 120 Millionen Euro mehr als doppelt so viel für die Sanierung der Straßen ausgibt, als die Vorgängerregierung – und das gerne auch in der kommenden Legislaturperiode machen möchte. Auch bei Bus und Schiene wollen die Grünen ihre Akzente setzen. „Unser Ziel ist es, den Stundentakt flächendeckend umzusetzen. Jeder Ort soll von 5 bis 24 Uhr mindestens stündlich durch Zug, S-Bahn, Stadtbahn, Omnibus oder Sammeltaxi angebunden werden – und das bis spätestens zum Fahrbahnwechsel 2018 zu einem einheitlichen Landestarif im öffentlichen Nahverkehr“, sagt er.

Matthias Gastel, der Grünen-Bundestagsabgeordnete im Wahlkreis Nürtingen/Filder zeigte sich bei der Jahrespressekonferenz des Esslinger Grünen-Kreisverbands mit der Entwicklung rund um den Filderbahnhof zufrieden. Auf Basis des von der Vorgängerregierung im Land zu verantwortenden „grottenschlechten Finanzierungsvertrags“ sei mit der Variante, die ein drittes Gleis vorsehe, wenigstens die Antragstrasse und damit „die schlimmesten Befürchtungen für den S-Bahn-Verkehr auf den Fildern“ vom Tisch.

In den Landtags-Wahlkampf wollen die Grünen im Landkreis Esslingen erst spät einsteigen. „Wir wollen kein ganzes Jahr Wahlkampf machen und stellen lieber die Sacharbeit in den Vordergrund. Dass alle Abgeordneten schon jetzt bekannt geben, dass sie wieder antreten wollen, freut uns. Das gibt uns intern mehr Planungssicherheit“, sagt Andreas Hamm, Mitglied des Kreisvorstands.

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