. . Startseite | Sitemap | Impressum | Anmelden

Chance für sauberere Luft in Esslingen

4. September 2015

Pressemitteilung vom 4. September 2015

Land plant Feinstaubmessung in der Esslinger Innenstadt ab 2016

„Saubere Luft zum Atmen ist ein Grundbedürfnis aller Bürgerinnen und Bürger. Dass die Landesregierung ab 2016 die Luftqualität in der Esslinger Innenstadt messen wird, ist ein wichtiger Schritt für noch mehr Lebensqualität in unserer Stadt.“ So bewertet die Esslinger Landtagsabgeordnete Andrea Lindlohr die Nachricht aus ihrem Briefwechsel mit dem Landesverkehrsministerium, dass das Land bis Ende 2015 eine Luftmessstelle in der Esslinger Grabbrunnenstraße einrichten wird. Diese soll laut Schreiben der Staatssekretärin im Verkehrsministerium Gisela Splett an Lindlohr für das Jahr 2016 die Luftbelastung sowohl für Stickstoffdioxid und als auch für Feinstaub ermitteln.

„Um die Luftqualität zu verbessern, muss man wissen, wo die Probleme liegen. Esslingen profitiert davon, dass die grün-rote Landesregierung die im Jahr 2006 festgesetzten Messpunkte in Baden-Württemberg grundlegend überarbeitet“, so die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag.

Laut Brief geht das Landesverkehrsministerium aufgrund seiner Verkehrszählung davon aus, dass der Grenzwert für Stickstoffdioxid in der Esslinger Grabbrunnenstraße deutlich überschritten sein könnte. Lindlohr: „Wenn die in der Grabbrunnenstraße gemessenen Schadstoffwerte sich tatsächlich als so hoch erweisen wie die vorab berechneten Werte, braucht Esslingen konkrete Maßnehmen zur Luftreinhaltung.“

Auch die Grünen im Esslinger Gemeinderat nehmen die Ankündigung des Landes positiv auf. Mit den angekündigten Messungen komme endlich die lange geforderte Grundlage für die Debatte zurück. „Spätestens wenn die Messergebnisse vorliegen, erwarten wir von der Verwaltung wirksame Maßnahmen zur Luftreinhaltung. Die Anwohnerinnen und Anwohner viel befahrener Straßen müssen endlich vor den Belastungen durch Luftschadstoffe, Feinstaub und Lärm geschützt werden,“ so die grüne Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat Carmen Tittel.

Um die Luftqualität zu verbessern, regelt die Europäische Union in mehreren Richtlinien, dass Stickoxide, Feinstaub und andere Schadstoffe an belasteten Punkten gemessen und bei hohen Schadstoffwerten Gegenmaßnahmen ergriffen werden sollen. Für die Messungen sind in Deutschland die Bundesländer zuständig. Vor gut zehn Jahren hatte das Land die Feinstaubmessungen in Esslingen eingestellt. Die Wiederaufnahme der Messungen in Esslingen hatten die Esslinger Grünen wie auch weitere Akteure schon länger gefordert.

Hier finden sie den Abgeordnetenbrief von Andrea Lindlohr MdL an das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur vom 7. August 2015 sowie die Antwort der Staatssekretärin im Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Gisela Splett MdL vom 31. August 2015.

Bisher keine Kommentare zu "Chance für sauberere Luft in Esslingen"
Leave a comment