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Bei jungen Flüchtlingen in Neuhausen

16. Januar 2015

UMF Neuhausen Tisch zugeschnitten_kleinKurz vor Weihnachten habe ich gemeinsam mit meinem Abgeordnetenkollegen und Vorsitzenden des Arbeitskreises Integration der Grünen im Landtag, Daniel Lede Abal, und dem grünen Kreisrat Georg Zwingmann minderjährige Flüchtlinge aus Afghanistan und Sri Lanka besucht, die ohne Erwachsenenbegleitung nach Deutschland geflüchtet sind. Mehr als 6500 minderjährige unbegleitete Flüchtlinge kamen im Jahr 2013 nach Deutschland. 15 Jugendliche haben bei der Kinder- und Jugendhilfe des Sozialdienst katholischer Frauen in Neuhausen ein Zuhause gefunden.

Es war beeindruckend, mit welchem Tatendrang die Jugendlichen ihr Leben bei uns in die Hand nehmen. Denn die jungen Leute haben Schlimmes erlebt und uns über Mord und Folter berichtet. Sie seien sehr froh, in Sicherheit zu leben und in die Schule gehen zu können. Sorgen machten sie sich darüber, wie es ihren Familien in ihren Heimatländer gehe. Problematisch sei auch, dass das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge nicht sagen könne, wie lange es dauere, bis über einen Asylantrag entschieden werde.

UMF Neuhausen Gruppenbild neu geschnitten kleinEs ist gut, wenn wir ihnen bei uns eine Perspektive bieten. Sie wollen schnell deutsch lernen, eine Schule besuchen und einen Arbeits-, Ausbildungs- oder Studienplatz finden. Daher hat die grün-rote Landesregierung für das Schuljahr 14/15 kurzfristig 200 zusätzliche Lehrerstellen für Vorbereitungsklassen und weitere Angebote für junge Flüchtlinge und Zuwanderer eingerichtet. Mit dem Staatshaushaltplan 2015/16 haben wir mit grün-roter Mehrheit im Dezember im Landtag beschlossen, diese Angebote fortzusetzen.

Die Lehrerstellen werden in Vorbereitungsklassen (VKL) und Vorbereitungskursen eingesetzt. Neu daran ist, dass wir Vorbereitungsklassen auch an Realschulen und Gymnasien ermöglichen. In den Vorbereitungsklassen können die Kinder und Jugendlichen deutsch lernen und damit möglichst bald in reguläre Schulklassen wechseln. Die bisherige Mindestzahl von zehn Schülerinnen und Schülern für eine Vorbereitungsklasse haben wir aufgehoben, um den Schulen eine schnelle Reaktion zu ermöglichen. Falls keine weiteren Klassen zusammengestellt werden können, sind auch Vorbereitungskurse ab vier Schülerinnen und Schülern möglich.

Unsere Region ist weltoffen, tolerant und vielfältig. Darum setzen sich so viele Bürgerinnen und Bürger, Vereine und öffentliche Stellen bei uns für die gute Aufnahme von Flüchtlingen ein. Darüber freue ich mich und werde mich auch weiter dafür einsetzen.

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