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Bayerische Konsequenzen

30. September 2008

Erwin Huber, 62, wird als CSU-Vorsitzender durch das 59jährige Nachwuchstalent Horst Seehofer abgelöst. Günther Beckstein wird nicht mehr lange Ministerpräsident von Bayern bleiben. So der aktuelle Stand. Personal kommt und geht. Was aber nicht mehr zurückkommt sind WählerInnen, die ein Leben lang beim selben das Kreuz machen. Die Volksparteien haben einen Teil ihrer Bindungskraft eingebüßt – selbst der CSU gehört Bayern nicht mehr, die SPD vollendet das Projekt 18. Kleine Parteien ernten davon die Chance, WählerInnen anzusprechen, die für sie früher nicht zugänglich waren. Und das werden wir Grüne auch konsequent tun.
Für die Bundestagswahl heißt das: Schwarz-Gelb ist nicht am Horizont. Wer ab 2009 keine Fortsetzung des schwarz-roten Gewürges in Berlin will, muss sich jetzt darauf vorbereiten, dass Dreier-Koalitionen auch im einst so gut sortierten Deutschland funktionieren können.
Meine Lieblingskonsequenz der Bayern-Wahl: Thomas Gehring ist neuer grüner Landtagsabgeordneter!

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3 Kommentare zu "Bayerische Konsequenzen"
  1. Na und je mehr Prozente wir Grünen bekommen, desto besser wird unsere Verhandlungsposition!

    Daniel | 1. Oktober 2008
  2. Das mit Thomas finde ich auch klasse — bin gespannt, welche Konsequenzen seine Wahl für die bayrische (und die baden-württembergische …) Bildungs- und Hochschulpolitik hat. Interessantes Wahlrecht haben die Bayern ja, auch wenn das Auszählen der Personenstimmen lange gedauert hat.

    Ach ja: ich habe dich mal als eine bloggende Bundestagskandidatin unserer Partei mitaufgeführt. Viele sind’s noch nicht ;-)

    Till | 2. Oktober 2008
  3. @ Till
    Erwartest Du denn bildungspolitische Konsequenzen wegen Thomas Rollenwechsel bei uns oder den Bayern – frage ich Dich und fragte ich mich und habe daraufhin das Landtagswahlprogramm der bayerischen Grünen gelesen. Das unterscheidet sich in der Bildung kaum von unserem. Die neunjährige Basisschule ist etwas zurückhaltender plaziert, scheint mir. Und zu Deinem guten alten Thema Studiengebühren finde ich: “Die Gebühren für das Erststudium schaffen wir ab.” Da ist wie nach unserer baden-württembergischen Beschlusslage (ich weiß, dass es knapp war) ohne Master, oder?

    Andrea Lindlohr | 2. Oktober 2008
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