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Ausbau der B10 wäre falsch und widersinnig

3. Mai 2016

Pressemitteilung vom 3. Mai 2016

Lindlohr reicht Stellungnahme zum Bundesverkehrswegeplan 2030 ein

Die Esslinger Landtagsabgeordnete Andrea Lindlohr kritisiert in einer offiziellen Stellungnahme an Bundesverkehrsminister Dobrindt zum Entwurf des Bundesverkehrswegeplans 2030 den Ausbau der B10. Der Bundesverkehrsminister hatte den Entwurf im März vorgestellt und den sechsstreifigen Ausbau der B10 zwischen Neckarpark und Plochinger Dreieck im vordringlichen Bedarf vorgesehen. Die Öffentlichkeit konnte im Beteiligungsverfahren bis Montag (2. Mai) Stellung nehmen.

„Der Ausbau der B10 im Bereich Esslingen würde Verkehr von der A8 abziehen und in unser dicht besiedeltes Neckartal verlagern, so die Vorhersage des Bundesverkehrsministeriums. Das wäre grundfalsch und widersinnig. Wir haben bereits jetzt schon viel Verkehr und damit eine hohe Belastung der Bürgerinnen und Bürger in Esslingen mit Lärm und Schadstoffen“, erklärte Lindlohr. Sie weist zudem darauf hin, dass die engen Tallage an verschiedenen Stellen einer deutlichen Verbreiterung der B10 entgegenstünde.

Auch für Teile der Esslinger Innenstadt nimmt das Bundesverkehrsministerium eine Verkehrszunahme bei Ausbau der B10 an: „Das wäre eine Verschlechterung der Wohnsituation vieler Esslingerinnen und Esslinger.“ Seit Januar 2016 finden am Altstadtring Luftschadstoffmessungen statt, die ersten Messungen lassen hohe Werte erwarten. „Deshalb müssen wir grundsätzlich überlegen, wie wir eine zusätzliche Verkehrsbelastung vermeiden“, folgert Lindlohr.

Völlig außer Acht lasse der Plan des Bundesverkehrsministers, dass die Region Stuttgart es sich zum Ziel gesetzt, zu einem international wahrgenommenen Modell zukunftsfähiger nachhaltiger Mobilität zu werden. „Das gemeinsame Ziel unserer Region ist ein besserer öffentlicher Verkehr und nicht mehr LKW- und Autoverkehr.“ Lindlohr setzt nun darauf, dass vielfältigen Einwendungen gegen den Ausbau der B10 bei der Bundesregierung zu einem Umdenken führen.

Anhang: Stellungnahme von Andrea Lindlohr MdL zum Bundesverkehrswegeplan 2030 – Projekt „B10-G60-BW, Ausbau B 10 zwischen Stuttgart und Plochingen“ an Verkehrsminister Dobrindt vom 27. April 2016.

2 Kommentare zu "Ausbau der B10 wäre falsch und widersinnig"
  1. Typisch grünes Weltbild das meilenweit an der Realität vorbeigeht! Musst DU jeden morgen 1 – 1 1/2Std im Stop and Go von Wernau bis Stgt. verbringen!?

    #GrüneKhmer

    Frank | 31. Mai 2016
  2. Sehr geehrter Herr Frank,
    auch ich pendle fast täglich von Esslingen nach Stuttgart.
    Dass es für den Ausbau der B10 zwischen Stuttgart und Esslingen zum einen viel zu eng ist und dafür z. B. die historische und denkmalgeschützte Pliensaubrücke weichen müsste, ist nur ein Argument gegen den Ausbau.
    Hauptsächlich finde ich, die Verkehrsprognosen des Bundesverkehrsministeriums, die durch einen Ausbau eine Verlagerung des Verkehrs von der Autobahn ins Neckartal prognostizieren, widersinnig. Dass durch eine deutliche Verkehrssteigerung nach dem Ausbau das Stauproblem also tatsächlich gelöst wäre, ist deshalb nicht wahrscheinlich. Deshalb spreche ich mich gegen die Aufnahme in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans aus.
    Die Stadt Esslingen äußert sich hier zum geplanten Ausbau der B10.

    Mit freundlichen Grüßen
    Andrea Lindlohr

    admin | 8. Juni 2016
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