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Auf den Spuren der Direktvermarktung

28. Mai 2015
Biohof Henzler Denkendorf

Mit Christa Henzler, Matthias Gastel und Hansjörg Henzler auf dem Biohof.

Mit unserem Bundestagsabgeordneten Matthias Gastel habe ich den Biolandhof von Familie Henzler in Denkendorf besucht. Dort leben 25 Milchkühe, 40 Jungrinder, einige Schweine und rund 1.000 Hühner. Die Tiere bewegen sich auf großzügigen Freiflächen. Die Henzlers sind stolz auf die Gesundheit ihrer Tiere: „An uns verdient der Tierarzt höchstens 100 Euro im Jahr. Zuletzt für die Behandlung unseres Hundes.“ Die Nachfrage nach ihrem Denkendorfer Biofleisch sei seit dem Pferdefleisch-Skandal gestiegen. Einen großen Teil ihrer Erzeugnisse verkauft die Familie im eigenen Hofladen, der Rest geht an den Bio-Großhandel.

Auf Zustimmung stieß die grüne Forderung, Frischfleisch künftig für die VerbraucherInnen leicht erkennbar nach der Haltungsform der Tiere zu kennzeichnen. Auf Vorschlag der baden-württembergischen Landesregierung hat die deutsche Agrarministerkonferenz eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die die Umsetzung dieser Idee berät. Bei Eiern ist die Kennzeichnung bereits sehr erfolgreich. So stammen Eier mit der „Drei“ von Hühnern aus Käfighaltung und sind inzwischen aus dem Handel nahezu verschwunden. Bei Frischfleisch könnte die Spanne von den gesetzlichen Mindeststandards (3) über 30 % mehr Platz im Stall (2) bis hin zu Auslauf (1) und schließlich zur Bio-Haltung (0) reichen.

In Denkendorf können sich die Söhne der Familie Henzler zwar eine Hofübernahme vorstellen, langfristig benötigt der Betrieb jedoch mehr Fläche für den Getreideanbau. Die ist auf den Fildern ein knappes und teures Gut.

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