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Andrea Lindlohr ist Patenschafts-Abgeordnete für den Wahlkreis Heidenheim

30. November 2011

Heidenheimer Zeitung, 28. Oktober 2011

Seit März sind die Grünen stärkste Macht im Land. Jedoch: Einen direkten grünen Mandatsträger aus dem Heidenheimer Wahlkreis gibt es nicht. Eine Patenschafts-Abgeordnete will Abhilfe schaffen.

Von Annika Sinnl

36 grüne Abgeordnete sitzen im Landtag. 70 Wahlkreise gibt es aber. Eine einfache Rechnung: Nur etwa die Hälfte aller Wahlkreise weiß einen eigenen Mandatsträger in Stuttgart, der seine Interessen vertritt. Heidenheim gehört nicht dazu.

Doch Andrea Lindlohr soll Abhilfe schaffen. Die 36-Jährige ist Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Esslingen, sie ist stellvertretende Fraktionsvorsitzende und wirtschaftspolitische Sprecherin der grünen Landtagsfraktion. Als sogenannte Patenschafts-Abgeordnete will sie sich nun auch des Heidenheimer Wahlbezirkes annehmen.

So wie sich Lindlohr um den Heidenheimer Wahlkreis kümmern will, bemühen sich andere grüne Landtagsabgeordnete auch um andere Wahlkreise, die keinen Abgeordneten und damit keinen direkten Draht in den Landtag haben. All diese Wahlkreise nämlich haben die Grünen untereinander aufgeteilt.

„Ich möchte Ansprechpartnerin sein“, definiert Lindlohr ihre Funktion als Patenschafts-Abgeordnete. Für Michael Sautter,
Fraktionsvorsitzender der Grünen im Kreis Heidenheim, ist sie quasi die dritte Abgeordnete, lässt er wissen.

Aus gegebenem Anlass war Lindlohr jetzt zu Besuch in Heidenheim. Vor Ort hat sie sich mit einer Delegation der Grünen getroffen. Michael Sautter war dabei, Stefani Schall-Uhl, Margit Stumpp und Dr. Ulrich Geyer. Dabei fanden auch Gespräche mit Bürgermeister Rainer Domberg, mit Landrat Hermann Mader und dem Ersten Landesbeamten Thomas Reinhardt statt.

Um was es ging? Mit Bürgermeister Rainer Domberg habe man in erster Linie über bildungspolitische Themen gesprochen. „Vor allem über die Gemeinschaftsschule“, ließ Sautter wissen. An dieser zeige Heidenheim Interesse – „Heidenheim will dabei sein“, schilderte Lindlohr die neuen Erkenntnisse.

„Querbeet“ hingegen ging es laut Sautter im Gespräch mit Landrat Hermann Mader und dem Ersten Landesbeamten Thomas Reinhardt. Über die Brenzbahn habe man gesprochen, über das Stadtbahn-Projekt, über die Ortsumfahrung Heuchlingen und um die aus Sicht der Grünen beklagenswerte Situation, im Landkreis kein Schulamt mehr zu haben.

Letzteres war Lindlohr neu. „Unbefriedigend“ sei das. Es könne aber sein, dass die Regierung sowieso eine Reform im Bereich der Schulverwaltung angehe. Was das Stadtbahn-Projekt betrifft, müsse geprüft werden, ob dies gefördert werden kann oder nicht. Und zur geplanten Ortsumfahrung in Heuchlingen sagte die Landtagsabgeordnete, dass sie nichts versprechen könne. Freuen würde es sie aber schon, könnte man die Umfahrung realisieren.

Großes Thema war natürlich auch die Energiewende. Die Region sei prädestiniert für Windkraftanlagen, so Lindlohr. „Das
wäre ein Beitrag zum Klimaschutz, den Heidenheim leisten könnte“, fügte sie an.

Michael Sautter war sich sicher: „Sie nimmt eine Menge Hausaufgaben mit.“ Als Patenschafts-Abgeordnete will Lindlohr nun mehrmals im Jahr nach Heidenheim kommen. Zudem: Auch in ihrer Funktion als wirtschaftspolitische Sprecherin sei Heidenheim sehr interessant für sie.

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