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315 Millionen Euro mehr für Kleinkindbetreuung

23. November 2011

Andreas Schwarz und Andrea Lindlohr: Ein großer Erfolg für Familien und Kommunen in Baden-Württemberg
Pressemitteilung vom 23. November 2011

Für den Ausbau von Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren stehen den Kommunen ab 2012 zusätzlich 315 Millionen Euro zur Verfügung. „Damit wird die Landesförderung mehr als verdoppelt“, sagt Andreas Schwarz, Abgeordneter für den Wahlkreis Kirchheim und kommunalpolitischer Sprecher der Fraktion Grüne im Landtag. „Die Stadt Esslingen kann dadurch im kommenden Jahr 2,34 Millionen Euro mehr investieren als noch 2011. In Kirchheim sind es 1,37 Millionen anstatt wie bisher nur 523 000 Euro.“ In Ostfildern steigen die verfügbaren Mittel für die Kleinkindbetreuung um 715 000 Euro, in Plochingen um 236 000 Euro und in Wendlingen um 190 000 Euro. Aichwald und Lenningen können sich auf Mehreinnahmen von jeweils knapp 120 000 Euro freuen. In einer kleinen Gemeinde wie Neckartenzlingen sind es immerhin noch 11 000 Euro.

„Die neue Landesregierung leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf – gerade für junge Familien“, fügt die Esslinger Landtagsabgeordnete Andrea Lindlohr hinzu. „Landesweit stocken wir die Mittel nun um 315 Millionen auf 444 Millionen Euro auf. Denn obwohl der Bedarf an zusätzlichen Plätzen seit Jahren bekannt ist, hat die Vorgängerregierung es versäumt, mehr Geld in die Kleinkindbetreuung zu investieren.“

Mit einer aktuellen Quote von 20 Prozent liegt Baden-Württemberg bisher noch weit hinter der gesetzlichen Vorgabe, jedem dritten Kind unter drei Jahren ab 2013 einen Betreuungsplatz anbieten zu können. Nach der Einschätzung von Andreas Schwarz sind die Städte und Gemeinden mit der neuen Förderung nun in der Lage dieses Ziel zu erreichen. „Ich gehe davon aus, dass auch die Kommunen im Landkreis Esslingen dieses Geld für die weitere Verbesserung der Betreuungsangebote einsetzen werden.“ Das Geld bekommen die Städte und Gemeinden direkt über den kommunalen Finanzausgleich.

Auch die Sprachförderung, die das Land mit zusätzlichen 11 Millionen Euro unterstützen wird, sei ein wichtiger Baustein in der Bildungspolitik. „Die Sprache ist der Schlüssel zur Bildung. Nur wenn Kinder über ein ausreichendes Sprachverständnis verfügen, sind sie in der Lage, Bildungsinhalte zu verstehen“, erklärt Andrea Lindlohr. „Wir schaffen Chancengleichheit und sorgen dafür, dass nicht mehr die Herkunft, sondern das Engagement des Einzelnen über den späteren Bildungserfolg entscheidet.“ Deswegen müsse die Sprachförderung bereits vor der Einschulung ein fester Bestandteil in der Kinderbetreuung sein. „Die frühkindliche Bildung ist für uns der Einstieg in eine erfolgreiche Bildungskarriere.“

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