28. Januar 2011 | Beitrag kommentieren »
Nacht war es gar nicht, aber dunkel, als ich heute abend die Waldorfschule Esslingen zum Gespräch besuchte. Zentrales Thema: Der Finanzierungsanteil des Landes bei den Schulen in Freier Trägerschaft ist rückläufig. Er unterschreitet den gesetzlichen Mindestkostendeckungsgrad von 70,5%, insbesondere für die Klassen 1-4, wogegen die Waldorfschulen vor dem VGH Mannheim klagen. Zwar hatten CDU und FDP in ihrem Koalitionsvertrag 2006 den Umstieg auf 80% zugesagt, aber aus dem Versprechen wurde nichts. Da müssen wir wohl ran.
Die Pliensauvorstadt ist ganz gut im Busnetz angeschlossen. Aber nach 19h wird der Takt dünn. Nach dem Gespräch hetze ich zur Haltestelle. Kein Mensch da. Der 103er kommt um 19.31h, sagt der Aushang-Fahrplan. 19.35h, sagt die elektronische Auskunft auf meinem Handy. 19.38h: Ich laufe los im leichten Schneetreiben. 19:45h: Der Bus fährt an mir vorbei.
Mein Traum: Elektronische Abfahrtanzeigen mit Echtzeit flächendeckend! Oder wenigstens online.
24. Januar 2011 | Beitrag kommentieren »
Montag, 31. Januar, um 20h im Alten Rathaus Esslingen
Winfried Hermann MdB, Vorsitzender des Verkehrsausschusses des Deutschen Bundestages, zu Gast in Esslingen!
Schnee, Sommerhitze oder Strecken- blockade – ist höhere Gewalt oder eine fehlgeschlagene Bahnpolitik für das momentane Bahnchaos verantwortlich? Über Fehlentwicklungen in der Vergangenheit, das Chaos in der Gegenwart und Lösungen für die Zukunft der Bahn sprechen und diskutieren Winfried Hermann MdB und ich.
Wir freuen uns auf Ihr Kommmen!
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Ich mag kein Bahn-Bashing. Ich poste keine Facebook-Meldungen und Tweets über meine aktuellen Verspätungen trotz der vielen Stunden, die ich in Zügen sitze. Denn im Schnitt ist die Bahn ein viel angenehmeres Verkehrsmittel, als die Nur-Auto- fahrerInnen und Vielfliegenden denken. Ich werbe für diese ökologischere Fort- bewegungsweise. Aber die Krise vom Sommerstress über die Berliner S-Bahn bis zum Winterchaos hat politische Gründe durch Bahn-Börsengangspläne und Investitions- planungen für Unnötiges statt Notwendiges. Drum darf ich jetzt mal jammern:
Vierter Advent, eine Fahrt ins Rheinland zu einem sehr schönen 80. Geburtstag. Aus dem Büro zum Hbf Stuttgart, wo erstmal gar kein ICE Richtung Mannheim fährt. In Köln habe ich 100 Minuten Verspätung. Was soll’s, Hauptsache gut angekommen. Zurück am Sonntag: Zwischen meinem Dorf und Köln bleibt die Regionalbahn liegen. ‘Wegen Weichenstörung’, also nicht gewarteter Weichenheizung. Ein zweiteiliger Zug ohne Schaffner. Ganz schön verloren sind wir im zweiten Zugteil. Die Heizung fällt aus. Die einzige Toilette auch. Durst. Habe Tee dabei, aber traue mich nicht zu trinken. Links und rechts fahren Züge im dichten Netz vor Köln-Deutz an uns vorbei. Drei Durchsagen in anderthalb Stunden. Dann darf der Zug endlich zurücksetzen und auf einem anderen Gleis nach Köln fahren. Grrr.
Weihnachten hingegen ist alles pünktlich. Ich bin weiterhin froh, dass ich kein Auto fahren muss. Aber es ist wichtig, dass politisch schnell für mehr Verlässlichkeit im System Bahn gesorgt wird, sonst gehen große Kundenstämme für die Bahn verloren.
20. Januar 2011 | Beitrag kommentieren »
Esslinger Zeitung 17.1.2011
PLOCHINGEN: Grüne wollen Polemik durch Konzepte entkräften – Kretschmann: Bürgerbeteiligung beschleunigt Projekte
Die baden-württembergischen Grünen starten in den aus ihrer Sicht spannend- sten Landtagswahlkampf aller Zeiten. Das tun sie nicht als „Dagegen-Partei“, betonten die Redner beim Neujahrsempfang des Kreisverbandes Esslingen, sondern mit „zukunftsorientierten Konzepten“. Neben den Schwerpunkten Energie- und Bildungspolitik wollen sie auch Wirtschaftskompetenz beweisen.
Von Karin Ait Atmane
So nah haben sich die Grünen der Regierungsmacht noch nie gefühlt. Ihre Umfragewerte sind höher als je zuvor, der Esslinger Kreisverband erreicht die höchste Mitgliederzahl seit seinem Bestehen. Der Aufwind hat mit den Konflikten des Vorjahres wie Stuttgart 21 oder den Castor-Transporten zu tun. Deren Wurzeln lägen nicht nur in den Sachfrage, sagte Winfried Kretschmann, Kandidat des Wahlkreises Nürtingen und landesweiter Spitzenkandidat. Hintergrund sei auch, dass sich Bürger nicht ernst genommen fühlten. Wenn die Grünen an die Regierung kämen, würden sie „faire Verfahren auf Augenhöhe der Bürgerschaft schaffen“, kündigte er an. Sie wollten auch „mehr Parlament“ in dem Sinne, dass dieses seinen Kontrollauftrag ernst nehme und mehr direkte Demokratie durch erleichterte Verfahren für Bürgerbeteiligung. Entscheiden müsse am Ende dennoch die politische Mehrheit. Aber es sei ein Unterschied, „in einem fairen oder einem unfairen Verfahren zu verlieren“, sagt Kretschmann, der überzeugt ist, dass Bürgerbeteiligung letztlich Prozesse beschleunigt und nicht verlängert. Kretschmann sieht seine Partei auch als Vertretung des Mittelstandes, denn grüne Produktlinien hätten Zukunft: „Die Politik muss das fördern und nicht ausbremsen.“
Andrea Lindlohr, die für den Wahlkreis Esslingen antritt, rief „das grüne Jahr des offenen Ohres“ aus: Dialog und Austausch gehörten zur Politik dazu. Andreas Schwarz (Wahlkreis Kirchheim) sah als zentrales Thema neben den erneuerbaren Energien und einem „neuen Schulaufbruch“ auch, Handlungsspielräume für die Kommunen zu schaffen. … weiterlesen »
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Esslinger Zeitung 4.12.2010 – Pinnwand
„Stuttgart 21 mit seinem Flughafenbahnhof würde Ostfildern keinerlei Vorteile bringen“, lautete das Fazit des Nellinger Regionalrats André Reichel. „Im Gegenteil.“ Auf der Diskussionsveranstaltung „Stuttgart 21 und Ostfildern“ des Ortsverbands von Bündnis 90/Die Grünen im Stadthaus analysierte Reichel die Verkehrsverbindungen zum geplanten zweistündlichen ICE-Halt im Filderbahnhof in der Nähe des Flughafens.„Mit öffentlichen Verkehrsmittel bliebe für alle Stadtteile außer Scharnhausen der Stuttgarter Hauptbahnhof schneller und angenehmer zu erreichen als der Filderbahnhof“, sagte Reichel. Während die Ruiter heute beispielsweise in 21 Minuten mit der Stadtbahn und werktags in einem 10-Minuten-Takt den Hauptbahnhof erreichten, müssten sie sich zum Filderbahnhof mit einer Fahrt von 30 Minuten in verschiedenen Bussen und einem 30-Minuten-Takt begnügen. „Häufigere Busverbindung wären für die Stadt Ostfildern jedoch teuer“, erläuterte Reichel. (mehr bei weiterlesen..)
Andrea Lindlohr, die Landtagskandidatin der Grünen im Wahlkreis Esslingen, verwies auf die Risiken für den Regionalverkehr: „Wenn die vielen Überkreuzungen und eingleisigen Streckenabschnitte von Stuttgart 21 auf den westlichen Fildern gebaut werden, wird schon bei kleinen Verspätungen der Fahrplan zusammenbrechen.“ Darum bezeichneten die von der Landesregierung beauftragten Verkehrsberater, die Schweizer Firma SMA, dies öffentlich als „knapp bemessene Infrastruktur“.
Als Alternative benannten Reichel und Lindlohr, den Kopfbahnhopf zu modernisieren und mit neuer Signal- und Weichentechnik sowie einem zusätzlichen zweigleisigen Tunnel zwischen Hauptbahnhof und Cannstatt noch leistungsfähiger zu machen. „Außerdem kommt es nicht nur aufs Bauen an, sondern wie oft welche Züge fahren. Den ausgedünnten Regional-Fahrplan am Wochenende könnte das Land zu jeder Zeit verbessern“, sagte Lindlohr. … weiterlesen »
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Esslinger Zeitung 2.12.2010
KREIS ESSLINGEN: CDU und SPD begrüßen Geißlers Votum zu Stuttgart 21 – Grüne und Initiative weiterhin dagegen
Von Christian Dörmann
Der CDU-Kreisverband Esslingen begrüßt den Schlichtungsspruch Geißlers und steht auch zu den geforderten Nachbesserungen. Das betrifft etwa eine zweigleisig und kreuzungsfrei angebundene Wendlinger Kurve, was später für den Weiterbau der S-Bahn von Bernhausen über Neuhausen ins Neckartal „ein ungeheurer Vorteil wäre“. Ansonsten sieht die CDU durch das erweiterte Bahnprojekt entscheidende Verbesserungen, wenn es um den Nahverkehr im Landkreis, um noch kürzere Fahrzeiten, die Entlastung des Neckartals, um die Anbindung von Flughafen und Messe und um Möglichkeiten geht, das Schienennetz im Landkreis zu erweitern.„Meine Hoffnung ist, dass das Bahnprojekt nun verwirklicht wird“, erklärt der Nürtinger CDU-Bundestagsabgeordnete Michael Hennrich. Ankündigungen, wonach der Protest weitergehen soll, sieht er kritisch. Immerhin hätten sich beide Seiten auf die Schlichtung eingelassen. Andreas Deuschle, Landtagskandidat der CDU im Wahlkreis Esslingen, hält die angekündigten Proteste ebenfalls für fragwürdig: „Die Grünen haben Herrn Geißler als Schlichter vorgeschlagen, also müssen sie nun auch seine Forderungen akzeptieren.“ (mehr bei weiterlesen..)
Die Fraktionsgemeinschaft Grüne/FFL im Filderstädter Gemeinderat bewertet den Schlichtungsspruch als Teilerfolg der Kritiker, welcher die Unzulänglichkeiten der bisherigen Planung offenkundig gemacht habe. Allerdings werde das Gesamtprojekt mit den vorgeschlagenen Ergänzungen nicht wirklich besser. „Vielmehr liegt nun auf dem Tisch, was unbedingt erforderlich ist, damit das Konzept funktionieren kann.“ Ein Großteil der Geißlerschen Vorschläge hätte für die Funktionsfähigkeit von S 21 ohnehin kommen müssen und das Projekt damit nachträglich verteuert. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis verschlechtere sich weiter. Auch für Andrea Lindlohr, Landtagskandidatin der Grünen für den Wahlkreis Esslingen, ist deutlich geworden, dass die bisher geplante Infrastruktur nicht das leisten kann, was man sich von ihr erwartet hat. Lindlohr plädiert für eine Volksabstimmung über die Beteiligung des Landes am Bahnprojekt. … weiterlesen »
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Esslinger Zeitung 30.11.2010
PLOCHINGEN: Keine negativen Auswirkungen in Plochingen durch Verzicht auf Neubaustrecke
(hir) – Kein Grund zur Sorge für Plochingens Bürgerschaft, meinen die Grünen-Landtagskandidaten Andrea Lindlohr, Winfried Kretschmann und Andreas Schwarz. In einem Brief an Bürgermeister Frank Buß erklären sie, bei einem Verzicht auf die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm werde Plochingen nicht beeinträchtigt.
Die Grünen bedauern, dass in Plochingen der falsche Eindruck entstanden sei, dass die Grünen Ziele verfolgten, die mit den Interessen der Stadt nicht zu vereinbaren seien. Dies sei darauf zurückzuführen, dass im Rahmen der Schlichtung Fehlinformationen gestreut worden seien. So hätten die Befürworter von Stuttgart 21 am 5. November eine Grafik vorgelegt, die den Anschein erweckte, sie sei von der Vieregg-Rössler GmbH. Schlichter Heiner Geißler habe sehr ungehalten reagiert. Vieregg und Rössler hatten im Rahmen eines Gutachtens zu den erwarteten Kosten der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm Überlegungen zu Alternativen angestellt. Dazu gehörten auch Veränderungen der Strecke zwischen Esslingen und Süßen, um auf diesem Abschnitt ununterbrochen eine Geschwindigkeit von 150 km/h fahren zu können. … weiterlesen »