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Grüne setzen auf Nachwuchs

30. Juli 2009 | Beitrag kommentieren »

Stuttgarter Zeitung, Ausgabe Esslingen, 28. Juli 2009, Seite 21

Esslingen Die Partei geht in den Wahlkreisen Esslingen und Nürtingen mit den jungen Kandidaten Andrea Lindlohr und Andreas Schwarz in den Bundestagswahlkampf. Von Jürgen Veit

Dass die beiden Bundestagskandidaten Andrea Lindlohr (Wahlkreis Esslingen) und Andreas Schwarz (Wahlkreis Nürtingen) gestern auf ihren Fahrrädern eine kleine Runde für den Fotografen gestrampelt sind, besitzt durchaus Symbolkraft. Schließlich treten die beiden für die Partei Bündnis 90/Die Grünen an und besitzen zudem kein Auto, Andrea Lindlohrs eigenem Bekunden nach „noch nicht einmal einen Führerschein“.

Bei der Kandidatenvorstellung im Plochinger Umweltzentrum Neckar-Fils schwang bei Stefan Faiß, einem Mitglied des Kreisvorstands von Bündnis 90/Die Grünen, Stolz in der Stimme mit, als er die 34-jährige Andrea Lindlohr und den 29-jährigen Andreas Schwarz als „junge engagierte und talentierte Nachwuchskräfte“ präsentierte. „Wir haben den Generationswechsel vollzogen“, so Faiß, und Andrea Lindlohr ist sicher, junge Kandidaten hätten die Chance, „junge Wähler zu erreichen“. Deshalb sei sie – zeitgemäß für diese Zielgruppe – auch „über Twitter als alindohr oder auf blogs“ zu erreichen. Gemäß dem bundesweiten Parteimotto „Aus der Krise hilft nur Grün“ will sie unter anderem den Kreis Esslingen zu einem „grünen Industriestandort“ machen, sich für „ambitionierte“ CO2-Grenzwerte bei Kraftfahrzeugen einsetzen, die Zulieferer aus derAutoabhängigkeit lösen, der Wirtschaft „einen grünen Rahmen“ geben und den Atomausstieg forcieren, um erneuerbare Energien auf dem Markt zu etablieren.  … weiterlesen »

“Brauchen einen neuen Gesellschaftsvertrag”

29. Juli 2009 | Beitrag kommentieren »

Esslinger Zeitung 28. Juli 2009

Kreis Esslingen: Bundestagskandidaten der Grünen wollen der Wirtschaft einen ökologischen Rahmen geben. Von Harald Flößer

Für einen ökologisch ausgerichteten Gesellschaftsvertrag werden die Grünen bei der Bundestagswahl im Landkreis Esslingen eintreten. Es gehe um ein nachhaltiges Fundament für die Wirtschaft, mehr Jobs im Bereich der erneuerbaren Energien und höhere Investitionen für Bildung und Betreuung, erklärten die beiden Kandidaten der Grünen, Andrea Lindlohr (Wahlkreis Esslingen) und Andreas Schwarz (Wahlkreis Nürtingen), gestern im Umweltzentrum in Plochingen.

Lindlohr und Schwarz stehen für einen Generationenwechsel bei Bündnis 90/Die Grünen im Landkreis. (… siehe unten). Die beiden Bewerber wollen gezielt auch junge Wähler ansprechen. „Aus der Krise hilft nur Grün“ – dieser bundesweiten Slogan passt nach Ansicht von Andrea Lindlohr sehr gut zum Landkreis Esslingen, der wie kaum ein anderer von der Wirtschaftskrise betroffen ist. „Wir wollen den Landkreis zu einem grünen Industriestandort machen“, sagte sie. Konkret gehe es um eine deutliche Verringerung des CO2-Ausstoßes für Pkw, mehr Tempolimits, die dazu beitragen, dass die Autos wieder kleiner werden, und eine gezielte Entwicklung der Batterietechnologie und Elektromobilität. Die Autoindustrie müsse Fahrzeuge herstellen, die für eine klimagerechtere Mobilität sorgen. Die Anforderungen seien: klein, leicht, effizient. Nachhaltiges Wirtschaften braucht laut Lindlohr eine Energiewende. Bisher seien im Bereich erneuerbare Energien bundesweit 280 000 Arbeitsplätze entstanden. Unter anderem durch den Atomausstieg müsse die Politik dafür sorgen, dass auch in der Region noch viel mehr solcher Jobs entstehen.  … weiterlesen »

Porsche hat sich verzockt: Nachhaltige Unternehmensführung geht anders

27. Juli 2009 | Beitrag kommentieren »

Ist “Ein Lob auf den Größenwahn“, das die FAS zur halben Entschuldigung Wendelin Wiedekings gestern vorbrachte, angebracht am Ende der Klimax-Woche des seit Monaten und länger aufgeführten Porsche-VW-Dramas? Ich meine nein. Psychologische Einzelbetrachtungen über diesen und jenen Manager, der als ganzer Kerl oder wie auch immer einsame Entscheidungen getroffen habe, gehen ohnehin an der Realität der Unternehmen vorbei.

Porsche ist mit seinem Plan, die 15-mal größere Volkswagen AG zu übernehmen, strukturell gescheitert. Die Idee, dass der Kleine den Großen durch den teils verborgenen Erwerb von VW-Aktien und Aktienoptionen, finanziert mit Fremdkapital, schluckt, war falsch. Die Financial Times Deutschland nannte Porsche sogar einen Hedgefonds. Der Plan konnte – wie im Fall Schaeffler/Conti – nur in einer hoffentlich vergangenen Zeit entstehen: der der weltweiten Finanzmarktblase mit zu billigem Geld und zu wenig Transparenz auf den Finanzmärkten.

In der Öffentlichkeit ist der Schaden durch den auch von Politikern wie dem niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff (CDU) betriebenen Streit groß: So meldet die Wirtschaftswoche, dass Porsches Markenimage von April bis Juli von 69 auf 49 sogenannte BrandIndex-Punkte gefallen sei. Ob der Schaden sich auch in Arbeitsplatzverlusten bei uns in der Region zeigen wird, wissen wir noch nicht.

Ganz abgesehen davon, dass Porsche Autos verkauft, die dem Anspruch einer klimaschonenden Mobilität wahrlich nicht gerecht werden: Zocken trägt einfach nicht. Nachhaltige Unternehmensführung, wie wir sie brauchen, geht anders.

Infostand-Hopping im Testlauf

26. Juli 2009 | Beitrag kommentieren »

Wie viele Infostände schaffe ich an einem Samstag? Zugegeben treibt diese Fragestellung nur ganz wenige, politlastige Menschen auf der Welt um. Vor der Kommunal- und Europawahl möchte ich im Wahlkreis präsent sein, meine Basispflichten in Esslingen erfüllen und ausprobieren, was im Bundestagswahlkampf ohne Auto möglich sein wird.

Ergebnis: Es geht erstaunlich viel. An einem Samstag Ende Mai beginne ich den Tag in Neuhausen nach netter Fahrt mit der Zacke plus Busfahrt ab Degerloch über die Filder. Ich bin weitgehend der einzige Fahrgast und komme im Morgenlicht in Urlaubsstimmung. Nach anderthalb Stunden ziehe ich per Bus weiter zum Einsatz in die Esslinger Fußgängerzone und denke unterwegs, dass ich bei optimalem Timing auch noch in Ostfildern-Nellingen hätte präsent sein können – oder ist das wahlkämpferische Überambitioniertheit?

Das Programm eine Woche später: Wendlingen um 8h, Köngen um 10h, Esslingen um 12.30h – geht! Dass ich eine Strecke von Wendlingen nach Köngen im Regenschauer doch nicht per Bus, sondern im Auto einer fürsorglichen Grünen mit ihrer wärmenden Strickjacke zurücklege, tut dem keinen Abbruch. Bin ja flexibel!

Atomstrom elektrisiert die Schüler

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Stuttgarter Zeitung, Ausgabe  Esslingen, 8. Juli 2009, Seite 22 (Auszug)

Esslingen Der Kampf um das Direktmandat für den Bundestag hat begonnen – traditionell in der Friedrich-Ebert-Schule. Von Kai Holoch

Am 27. September wird der neue Bundestag gewählt. Der Tradition folgend hat sich Peter Schmid, der Gemeinschaftskundelehrer an der Friedrich-Ebert-Berufsschule, die erste Diskussion der Kandidaten der großen Parteien im Wahlkreis Esslingen gesichert. Im Gespräch mit rund 120 Schülern im Alter zwischen 18 und 20 Jahren können sich dabei die politischen Routiniers wie der vor vier Jahren direkt gewählte Markus Grübel (CDU) und die über die Landesliste ins Parlament eingezogene Karin Roth (SPD) schon darauf einstellen, mit welchen Themen sie in den verbleibenden gut zweieinhalb Monaten konfrontiert werden. Für die anderen, Andrea Lindlohr von den Grünen und Rena Farquhar von der FDP, ist der Wahlkampfauftakt eine gute Gelegenheit, einmal zu überprüfen, wie die eigenen Argumente beim potenziellen Wahlvolk ankommen. (…)

Es überrascht ein wenig, dass es nicht die Finanzkrise und der Umgang der Politik damit ist, die im Mittelpunkt der Diskussion steht – auch wenn ein Schüler von Markus Grübel wissen will, ob es denn politisch seriös ist, wenn die CDU Steuersenkungen in diesen Zeiten verspreche. Grübel verweist darauf, dass sich seine Partei beim Zeitpunkt nicht festgelegt habe. Die Steuersenkung werde es erst geben, wenn sich das Ende der Krise abzeichne. Dann wolle die CDU den „Progressionsbauch begradigen“, und „die Leistungsträger mobilisieren, den Aufschwung mitzugestalten“. Das hält Andrea Lindlohr für eine Worthülse: „Sie können mir glauben, es wird keine Steuersenkung geben. Sie können sich nun überlegen, ob Sie die wählen, die ihnen das schon vor der Wahl sagen oder diejenigen, die es danach tun werden.“  … weiterlesen »

Green New Deal – Wie kommen wir zu Grünen Arbeitsplätzen?

12. Juli 2009 | Beitrag kommentieren »

Mit einem Grünen ‘New Deal’ wollen die Grünen Arbeitsplätze schaffen. Warum wir den ökologischen Umbau der Wirtschaft gerade in unserer Industrieregion dringend benötigen und wie er gelingen kann, dazu halte ich einen Vortrag mit hoffentlich lebhafter Debatte beim Stammtisch für Grüne und mehr im Wendlinger Lamm am Montag den, 13. Juli 2009 um 20h.

Jürgen Trittin war in Esslingen

1. Juli 2009 | Beitrag kommentieren »

Jürgen Trittin hat am 4. Juni in Esslingen deutlich gemacht, warum mehr Grün in Europa aus der Krise hilft. Bei einem hervorragenden grünen Europawahl-Ergebnis von 19,1% in Esslingen und 16,3% im Landkreis Esslingen hat diese Botschaft viele Wählerinnen und Wähler überzeugt. Dafür sei den WählerInnen  wie den WahlkämpferInnen herzlich gedankt!Kundgebung Jürgen Trittin 4. Juni 2009