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Politik-Blockade bei den Jobcentern lösen

19. März 2009 | Beitrag kommentieren »

Große Koalition heißt bekanntlich nicht große Entscheidungen: Diese Woche wurde die Neuordnung der Arbeitsverwaltung vorerst abgesagt. Ich teile zwar im Grundsatz die Kritik der CDU/CSU-Bundestagsfraktion am Vorschlag von Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD), dass damit den Kommunen zu wenig Handlungsspielraum bleibt. Aber dass die Fraktion den gefundenen Kompromiss alternativlos und in letzter Minute gekippt hat, ist falsch – erst recht in der Wirtschaftskrise. Viele Verträge zwischen Arbeitsagentur und Kommunen enden schon mit diesem Jahr, auch der im Landkreis Esslingen. Wie es weitergeht, weiß niemand.

Mit dem Arbeitslosengeld II, also Hartz IV, wurden die Arbeitsgemeinschaften (Argen) aus regionaler Arbeitsagentur und Kreisen gegründet. Sie sind zuständig für die Vermittlung und Betreuung der Langzeitarbeitslosen und ihrer Angehörigen. In 69 Optionskommunen tragen die Kreise die Verantwortung alleine. Dort, wo Kreis und Agentur sich nicht einigen konnten, nehmen sie ihre Aufgaben getrennt wahr. Im Dezember 2007 hat das Bundesverfassungsgericht geurteilt, die Argen seien eine unzulässige Mischverwaltung.  … weiterlesen »

Fahrrad-Frühling

18. März 2009 | 1 Kommentar »

Frisch, aber sonnig: Heute ist der richtige Tag, um wieder zur motivierten Alltags-Radfahrerin zu werden. Selbst im Rock wie heute. Bis in den Dezember reichte meine Fahrradlaune im alten Jahr, um im neuen jedoch vollständig zu versiegen. Nun habe ich endlich wieder frische Luft morgens um die Nase – vielleicht auch ein Modell für Sie?

Von Winnenden bis Wendlingen

12. März 2009 | Beitrag kommentieren »

Trauer bewegt mich wie alle anderen Menschen nach dem Amoklauf von Winnenden, der auch in unserem Landkreis in Wendlingen Opfer hat. Trauer um die Toten und Verletzten, Mitgefühl mit den Angehörigen, auch wenn man es sich kaum vorstellen  kann oder mag: Morgens geht dein Kind, dein Partner in die Schule oder zur Arbeit…

Mit Rezepten, wie solche Taten angeblich zu verhindern wäre, sollten Politiker sich zurückhalten. Darum ignoriere ich Ursula von der Leyens Erziehungspartnerschaften-Einwurf und anderes. Und frage mich trotzdem, ob nicht viel mehr Menschen Zugang zu Waffen haben, als ich bisher angenommen habe.  Dennoch, die wichtigste Botschaft: Aufmerksam und sensibel gegenüber seinen Mitmenschen sein, gerade auch bei Heranwachsenden. Das nehme ich zumindest mit.

Zurück mit ‘Demenz’ und Currywurst

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Nach einer kleinen Pause: Dieser Tage zurückgekehrt aus Berlin im ICE-Sprinter: Nur 5h, bis Frankfurt non-stop, angenehme Atmosphäre, Zeitungen auch in der 2. Klasse – sehr empfehlenswert. Dabei lese ich in einem Rutsch ‘Demenz – Abschied von meinem Vater’ von Tilman Jens. Vielleicht ist es unpassend, mit diesem Buch in der Hand im ICE-Bistro eine Currywurst zu essen? Egal.

Ich bin berührt von einem Text, der in meiner Wahrnehmung viel liebevoller ist, als das Gros der Rezensionen meint. Der kleine Geschichten erzählt von der alten Riege westdeutscher Intellektueller, von Heimeligkeit und von böser Vergangenheit in der deutschen Provinz, Geschichten aus auch meinem Tübingen. Und der spricht von dem körperlichen und geistigen Verfall, den so viele Menschen bei ihren Angehörigen oder bei sich selber erleben. Teilen tröstet. Das ist meine Überzeugung. Von der politischen Dimension, der absoluten Unterversorgung vieler Demenz-Kranker, will ich jetzt gar nicht anfangen. Hier ein versöhnlicherer Bericht über die Causa Jens.